Ein Baum ist langsam
Holz ist gespeicherte Luft. Etwa die Hälfte davon ist Kohlenstoff, den der Baum als CO₂ aus der Atmosphäre gezogen und in Stamm, Ästen und Wurzeln eingelagert hat. Ein Kubikmeter Holz, rund 500 Kilogramm, speichert nach dem Thünen-Institut 917 Kilogramm CO₂. Und eine Buche? Für einen ausgewachsenen Baum wird ein Richtwert von 12,5 Kilogramm im Jahr genannt. Für eine Tonne brauchst du also rund 80 solcher Bäume, ein ganzes Jahr lang.
Der Wert ist grob. Alter, Boden, Wasser und Baumart verschieben ihn stark, und ein Setzling bindet in den ersten Jahren fast nichts.
| Menge | CO₂ | Buchen, ein Jahr | junger Wald, ein Jahr |
|---|---|---|---|
| ein Flug Mallorca hin und zurück | 0,56 t | 45 | 346 m² |
| eine Tonne CO₂ | 1 t | 80 | 617 m² |
| Durchschnitt pro Kopf in Deutschland | 9,83 t | 787 | 6.068 m² |
Mit der Fläche rechnet es sich besser
Für ganze Wälder gibt es bessere Zahlen aus der Bundeswaldinventur. Junge Bestände zwischen 21 und 40 Jahren binden je Hektar und Jahr rund 16,2 Tonnen CO₂, Tannen über 25, Buchen um 18 und Eichen um 16 Tonnen. Mit dem Alter sinkt der Zuwachs, alte Bestände liegen unter 9,2 Tonnen.
Deinen Durchschnittsfußabdruck von 9,8 Tonnen gleichen also rund 6.100 Quadratmeter junger Wald pro Jahr aus, fast ein Fußballfeld. Das gilt aber nur, solange der Wald steht. Brennt er, stirbt er in der Dürre oder wird das Holz verheizt, ist das CO₂ wieder in der Luft.