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Wie viel kostet der CO₂-Preis beim Tanken und Heizen?

An der Zapfsäule springt die Anzeige im Takt, auf der Heizkostenabrechnung steht eine neue Zeile mit Kilogramm CO₂. Beides hängt am selben Preis. Er steckt in jedem Liter und jeder Kilowattstunde.

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Korridor 2026: 55 bis 65 €
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CO₂-Preis im Jahr

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    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Der Preis 2026

    Seit 2021 zahlen Händler von Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas für jede Tonne CO₂, die ihre Brennstoffe freisetzen. Die Kosten landen über den Preis bei dir. Bis 2025 war er fest, zuletzt 55 Euro. 2026 werden die Zertifikate erstmals versteigert, in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne.

    Die erste Versteigerung am 1. Juli 2026 an der Leipziger Energiebörse endete sofort am Höchstpreis von 65 Euro, die Nachfrage war um ein Vielfaches größer als das Angebot. Nach den Versteigerungen verkauft die Deutsche Emissionshandelsstelle bis Jahresende weitere Zertifikate für 68 Euro. Der Rechner nimmt deshalb 65 Euro als Vorgabe.

    CO₂-Preis mit 19 % Mehrwertsteuer
    Brennstoffbei 55 €/tbei 65 €/tbei 68 €/t
    Benzin, je Liter15,51 ct18,33 ct19,18 ct
    Diesel, je Liter17,34 ct20,5 ct21,44 ct
    Heizöl, je Liter17,41 ct20,58 ct21,52 ct
    Erdgas, je kWh1,19 ct1,41 ct1,47 ct

    Ein Teil des Benzins und Diesels stammt aus Pflanzen. Für diesen Bioanteil fällt kein CO₂-Preis an, an der Tankstelle ist der Aufschlag daher etwas kleiner als in der Tabelle. Strom trägt keinen CO₂-Preis nach diesem Gesetz, Kraftwerke sind im europäischen Emissionshandel.

    2027 und der Wechsel nach Europa

    Eigentlich sollte 2027 der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr starten, kurz ETS2. Daraus wird nichts. Die EU hat den Start auf 2028 verschoben, und für das Übergangsjahr hätte das deutsche Gesetz einen Preis aus dem Emissionshandel der Industrie abgeleitet. Die Bundesregierung will stattdessen den Korridor von 55 bis 65 Euro ein weiteres Jahr beibehalten. Der Gesetzentwurf liegt seit September 2026 im Bundestag, beschlossen ist er noch nicht.

    Ab 2028 bildet sich der Preis am europäischen Markt, einen festen Deckel gibt es dann nicht mehr. Der ADAC erwartet zunächst keine großen Sprünge, nach 2030 aber einen deutlichen Anstieg.

    Was Mieter und Vermieter tragen

    Seit 2023 teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten fürs Heizen. Maßstab ist der Ausstoß je Quadratmeter. Diese Zahl, gerechnet auf Wohnfläche und Jahr, muss der Vermieter oder der Versorger auf der Heizkostenabrechnung angeben. Heizt du mit einer eigenen Gastherme und hast einen eigenen Vertrag, forderst du den Vermieteranteil selbst zurück.

    Stufenmodell für Wohngebäude nach dem CO2KostAufG
    CO₂ je m² und JahrMieterVermieter
    unter 12 kg100 %0 %
    12 bis unter 17 kg90 %10 %
    17 bis unter 22 kg80 %20 %
    22 bis unter 27 kg70 %30 %
    27 bis unter 32 kg60 %40 %
    32 bis unter 37 kg50 %50 %
    37 bis unter 42 kg40 %60 %
    42 bis unter 47 kg30 %70 %
    47 bis unter 52 kg20 %80 %
    ab 52 kg5 %95 %

    Häufige Fragen

    Wie hoch ist der CO₂-Preis 2026?

    Für 2026 gilt nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Die Versteigerungen seit Juli 2026 erreichten den Höchstpreis von 65 Euro.

    Wie viel CO₂-Preis steckt in einem Liter Benzin?

    Bei 65 Euro je Tonne sind es rund 18,3 Cent je Liter Benzin und 20,5 Cent je Liter Diesel, jeweils mit Mehrwertsteuer.

    Wie geht es 2027 mit dem CO₂-Preis weiter?

    Die Bundesregierung will den Korridor von 55 bis 65 Euro auch 2027 beibehalten, der Gesetzentwurf liegt seit September 2026 im Bundestag. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr den Preis bestimmen.

    Muss der Vermieter die CO₂-Kosten zahlen?

    Bei Wohnungen teilen Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten nach einem Stufenmodell. Je schlechter das Gebäude, desto mehr trägt der Vermieter: unter 12 Kilogramm CO₂ je Quadratmeter und Jahr nichts, ab 52 Kilogramm 95 Prozent.