Drei Posten für den Staat
Die Energiesteuer ist der älteste Posten. Sie liegt fest bei 61,35 Euro je 1.000 Liter, egal wie teuer das Öl gerade ist. Dazu kommt seit 2021 der CO₂-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Mit 55 Euro je Tonne macht er rund 14,6 Cent je Liter aus, mehr als doppelt so viel wie die Energiesteuer.
Obendrauf kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Sie wird auch auf Energiesteuer und CO₂-Preis erhoben, eine Steuer auf die Steuer.
| Posten | 3.000 Liter | je Liter |
|---|---|---|
| Mehrwertsteuer | 837 € | 27,9 ct |
| Energiesteuer | 184 € | 6,1 ct |
| CO₂-Preis | 439 € | 14,6 ct |
| Öl, Transport, Handel | 3.781 € | 126,0 ct |
| Rechnung | 5.241 € | 174,7 ct |
Was sich ändert
Steigt der Ölpreis, wächst nur die Mehrwertsteuer mit. Energiesteuer und CO₂-Preis bleiben je Liter gleich. Der CO₂-Preis liegt 2026 in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr übernehmen, der Preis bildet sich dann am Markt.
Neben den drei Posten steckt im Produktpreis noch ein kleiner Beitrag zum Erdölbevorratungsverband, der die staatliche Notreserve finanziert. Er taucht auf der Rechnung nicht gesondert auf.