Der Preis in acht Teilen
Der BDEW zerlegt den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis jedes Jahr in seine Bestandteile. Im August 2026 gingen 12,6 von 37 Cent als Steuern, Abgaben und Umlagen weg. Den Rest teilen sich Stromeinkauf, Vertrieb und die Netzbetreiber.
| Posten | je kWh | Anteil | bei 3.500 kWh |
|---|---|---|---|
| Beschaffung und Vertrieb | 15,17 ct | 41,0 % | 531 € |
| Netzentgelt mit Messung | 9,24 ct | 25,0 % | 323 € |
| Mehrwertsteuer | 5,91 ct | 16,0 % | 207 € |
| Stromsteuer | 2,05 ct | 5,5 % | 72 € |
| Konzessionsabgabe | 1,67 ct | 4,5 % | 58 € |
| Aufschlag für besondere Netznutzung | 1,56 ct | 4,2 % | 55 € |
| Offshore-Netzumlage | 0,94 ct | 2,5 % | 33 € |
| KWKG-Umlage | 0,45 ct | 1,2 % | 16 € |
Was hinter den Umlagen steckt
- Die KWKG-Umlage fördert Kraftwerke, die Strom und Wärme zugleich erzeugen.
- Die Offshore-Netzumlage bezahlt die Anbindung der Windparks auf See.
- Der Aufschlag für besondere Netznutzung, früher § 19-Umlage, gleicht Rabatte für große Stromverbraucher aus und verteilt seit 2025 auch Netzkosten aus Regionen mit viel Wind und Sonne.
- Die Konzessionsabgabe geht an die Gemeinde. In Großstädten ist sie höher als auf dem Land.
Umlagen und Stromsteuer sind je Kilowattstunde fest, egal bei welchem Anbieter. Sparen kannst du nur beim Einkaufspreis des Versorgers. Das Netzentgelt legt dein örtlicher Netzbetreiber fest, es unterscheidet sich von Region zu Region um mehrere Cent.