Die Faustregel
Die Verbraucherzentrale rechnet mit 1 bis 1,5 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Verbrauch. Ein Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden landet so bei 4 bis 6 Kilowattstunden. Die zweite Grenze setzt die Solaranlage: mehr als 1,5 Kilowattstunden je Kilowatt Peak werden selten voll. Der Rechner nimmt die kleinere der beiden Zahlen als Basis.
Achte im Angebot auf die nutzbare Kapazität. Manche Hersteller nennen die Bruttokapazität, von der ein Teil zum Schutz der Zellen nie entladen wird.
Was ein Speicher im Jahr spart
Jede Kilowattstunde, die abends aus dem Speicher statt aus dem Netz kommt, spart den Strompreis. Dafür fließt sie mittags nicht ins Netz, die Einspeisevergütung fällt weg. Beim Laden und Entladen gehen rund 10 Prozent verloren. Ein Speicher mit 5 Kilowattstunden und 250 vollen Zyklen im Jahr spart so bei 37 Cent Strompreis etwa 320 €.
Er kostet mit der Anlage montiert rund 1.575 €. Bei diesen Preisen macht sich ein passend großer Speicher nach etwa 5 Jahren bezahlt. Die Garantie läuft meist über zehn Jahre. Ein zu großer Speicher dreht die Rechnung: Er kostet mehr, wird aber im Winter nicht voll und im Sommer nicht leer.
| Verbrauch im Jahr | Speicher nach Faustregel | Kosten, etwa |
|---|---|---|
| 2.500 kWh | 2,5 bis 3,8 kWh | 1.000 € |
| 4.000 kWh | 4 bis 6 kWh | 1.600 € |
| 6.000 kWh | 6 bis 9 kWh | 2.400 € |
| 8.000 kWh | 8 bis 12 kWh | 3.200 € |
Wann ein größerer Speicher Sinn ergibt
Wer ein E-Auto abends lädt oder dynamische Stromtarife nutzt, kann mehr Kapazität füllen. Mit dynamischem Tarif lädt der Speicher im Winter nachts günstigen Netzstrom, sofern Speicher und Energiemanagement das können. Auch als Notstrom taugt ein Speicher, allerdings nur mit Umschaltbox, die viele Geräte gar nicht haben. Frag danach, bevor du bestellst.
Umgekehrt bringt ein Speicher wenig, wenn tagsüber ohnehin jemand zu Hause ist und Wasch- und Spülmaschine mittags laufen. Dann nutzt der Haushalt den Solarstrom direkt.