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Wie groß muss mein Stromspeicher sein?

Neun Uhr abends, die Spülmaschine läuft, der Fernseher auch. Draußen ist es dunkel, und trotzdem kommt der Strom noch vom Dach, aus dem Kasten im Keller. Wie groß dieser Kasten sein sollte, entscheidet über ein paar Tausend Euro.

kWh
kWp
nutzbare Kapazität; 0 nimmt die Mitte der Faustregel
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Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand August 2026, September 2026. Werte und Quellen

    Die Faustregel

    Die Verbraucherzentrale rechnet mit 1 bis 1,5 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Verbrauch. Ein Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden landet so bei 4 bis 6 Kilowattstunden. Die zweite Grenze setzt die Solaranlage: mehr als 1,5 Kilowattstunden je Kilowatt Peak werden selten voll. Der Rechner nimmt die kleinere der beiden Zahlen als Basis.

    Achte im Angebot auf die nutzbare Kapazität. Manche Hersteller nennen die Bruttokapazität, von der ein Teil zum Schutz der Zellen nie entladen wird.

    Was ein Speicher im Jahr spart

    Jede Kilowattstunde, die abends aus dem Speicher statt aus dem Netz kommt, spart den Strompreis. Dafür fließt sie mittags nicht ins Netz, die Einspeisevergütung fällt weg. Beim Laden und Entladen gehen rund 10 Prozent verloren. Ein Speicher mit 5 Kilowattstunden und 250 vollen Zyklen im Jahr spart so bei 37 Cent Strompreis etwa 320 €.

    Er kostet mit der Anlage montiert rund 1.575 €. Bei diesen Preisen macht sich ein passend großer Speicher nach etwa 5 Jahren bezahlt. Die Garantie läuft meist über zehn Jahre. Ein zu großer Speicher dreht die Rechnung: Er kostet mehr, wird aber im Winter nicht voll und im Sommer nicht leer.

    nutzbare Kapazität, Preis 315 € je kWh, Stand September 2026
    Verbrauch im JahrSpeicher nach FaustregelKosten, etwa
    2.500 kWh2,5 bis 3,8 kWh1.000 €
    4.000 kWh4 bis 6 kWh1.600 €
    6.000 kWh6 bis 9 kWh2.400 €
    8.000 kWh8 bis 12 kWh3.200 €

    Wann ein größerer Speicher Sinn ergibt

    Wer ein E-Auto abends lädt oder dynamische Stromtarife nutzt, kann mehr Kapazität füllen. Mit dynamischem Tarif lädt der Speicher im Winter nachts günstigen Netzstrom, sofern Speicher und Energiemanagement das können. Auch als Notstrom taugt ein Speicher, allerdings nur mit Umschaltbox, die viele Geräte gar nicht haben. Frag danach, bevor du bestellst.

    Umgekehrt bringt ein Speicher wenig, wenn tagsüber ohnehin jemand zu Hause ist und Wasch- und Spülmaschine mittags laufen. Dann nutzt der Haushalt den Solarstrom direkt.

    Häufige Fragen

    Wie groß sollte ein Stromspeicher für ein Einfamilienhaus sein?

    Als Faustregel nennt die Verbraucherzentrale 1 bis 1,5 Kilowattstunden nutzbare Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Bei 4.000 Kilowattstunden sind das 4 bis 6 Kilowattstunden. Mehr als 1,5 Kilowattstunden je Kilowatt Peak der Solaranlage lohnen sich selten, weil der Speicher sonst im Winter kaum voll wird.

    Lohnt sich ein Stromspeicher 2026?

    Ein Speicher kostet mit der Solaranlage montiert rund 315 Euro je Kilowattstunde. Das ist deutlich weniger als früher. Er spart im Jahr den Strompreis für jede Kilowattstunde, die er abends liefert, abzüglich der entgangenen Einspeisevergütung. Ein passend großer Speicher mit 5 Kilowattstunden macht sich damit nach etwa 5 Jahren bezahlt, ein zu großer deutlich später.

    Wie groß sollte der Speicher mit Wärmepumpe sein?

    Mit Wärmepumpe steigt der Stromverbrauch, aber vor allem im Winter, wenn die Solaranlage wenig liefert. Den Speicher legt man deshalb eher nach dem Haushaltsstrom ohne Wärmepumpe aus und begrenzt ihn auf etwa 1 bis 1,5 Kilowattstunden je Kilowatt Peak.

    Wie viele Ladezyklen macht ein Heimspeicher im Jahr?

    Ein passend ausgelegter Heimspeicher kommt auf rund 250 volle Ladezyklen im Jahr. Im Sommer wird er fast jeden Tag voll, im Dezember selten. Hersteller geben meist 6.000 Zyklen oder zehn Jahre Garantie.