Wie groß ein Modul heute ist
Die meisten Dachmodule haben 108 halbierte Zellen und messen rund 1,72 mal 1,13 Meter. Sie leisten 420 bis 460 Watt Peak. Pro Kilowatt Peak brauchst du damit gut zwei Module und rund 4,4 Quadratmeter Dach. Vor zehn Jahren waren es noch rund sechs.
Ein Modul wiegt um die 21 Kilogramm. Mit Schienen und Haken wiegt die Anlage auf dem Schrägdach etwa 15 bis 20 Kilogramm je Quadratmeter, das tragen übliche Dächer ohne Weiteres. Auf dem Flachdach braucht die Aufständerung Ballast, dort rechnet der Statiker.
Hochkant oder quer
Der Rechner probiert beide Richtungen und nimmt die, bei der mehr Module passen. Hochkant stehen die Module mit der langen Seite zum First. Quer liegen sie wie ein Buch auf dem Tisch. Auf einem breiten, flachen Dachstreifen gewinnt oft quer, auf einem steilen, hohen Dach hochkant.
Dachfenster, Gauben und Schornsteine schneiden Lücken in die Fläche. Rechne solche Teilflächen einzeln und zähl die Module zusammen. Auch Schatten zählt: Ein Modul, das mittags im Schatten des Schornsteins liegt, bremst mit einem einfachen Wechselrichter den ganzen Strang. Leistungsoptimierer oder Modulwechselrichter helfen dann.
Randabstand und Brandwand
An Traufe, Ortgang und First greift der Wind am stärksten an. Deshalb lässt das Montagesystem am Rand meist einige Dezimeter frei, der Hersteller gibt die Zonen nach der Windlast vor. Im Rechner stellst du den Abstand selbst ein, 30 Zentimeter sind ein üblicher Startwert.
Bei Reihen- und Doppelhäusern kommt die Brandwand dazu. Die Landesbauordnungen schreiben dort einen Abstand der Module vor, je nach Land und Bauart des Moduls unterschiedlich. Frag den Installateur, welche Regel in deinem Bundesland gilt.
So viele Module wie Platz ist?
Für 4.000 Kilowattstunden Verbrauch reichen auf einem Süddach rund 10 Module. Trotzdem legen viele das Dach voll. Gerüst, Wechselrichter und Anmeldung kosten ohnehin, jedes weitere Modul ist vergleichsweise billig. Und ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kommt oft später dazu. Wie viel Strom und Geld die Anlage im Jahr bringt, rechnet der Photovoltaik-Rechner mit Eigenverbrauch und Einspeisung aus.