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Wie viel bringt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach?

Ein Julinachmittag, die Wolken ziehen weg, und in der App springt die Kurve auf sieben Kilowatt. Die Waschmaschine läuft, das Auto lädt, und trotzdem fließt noch Strom ins Netz. Im Dezember sieht dieselbe Kurve ganz anders aus.

kWp
0 ohne Speicher
kWh
mit Wärmepumpe oder E-Auto entsprechend mehr
kWh
ct/kWh
ct/kWh
Anlage ohne Speicher etwa 1.500 € pro kWp, Speicher etwa 315 € pro kWh
€

Ertrag im Jahr

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand August 2026, September 2026. Werte und Quellen

    Selbst verbrauchen schlägt einspeisen

    Jede Kilowattstunde vom Dach, die du selbst nutzt, spart dir rund 37 Cent. Jede, die ins Netz geht, bringt 7,7 Cent. Wirtschaftlich zählt deshalb vor allem, wie viel Solarstrom im Haus bleibt. Ohne Speicher deckt eine Anlage nach der Verbraucherzentrale meist 25 bis 30 Prozent des Verbrauchs, denn abends und im Winter liefert sie wenig.

    Ein Speicher hebt den Anteil auf bis zu 70 Prozent. Er kostet aber mit rund 315 Euro pro Kilowattstunde viel Geld und verlängert die Zeit, bis sich die Anlage bezahlt macht, oft um einige Jahre. Wärmepumpe und E-Auto erhöhen den Eigenverbrauch ohne Speicher, wenn sie tagsüber laufen.

    Wie viel du selbst nutzt, schätzt der Rechner mit einem einfachen Modell, das die Spannen der Verbraucherzentrale trifft. Für eine genauere Rechnung mit Lastprofil gibt es den Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin.

    Die Einspeisevergütung, Stand August 2026

    Vergütung pro kWh, Inbetriebnahme August 2026 bis Januar 2027
    AnlageTeileinspeisungVolleinspeisung
    bis 10 kWp7,7 ct12,22 ct
    10 bis 40 kWp, für diesen Teil6,66 ct10,24 ct

    Seit Februar 2025 gilt für neue Anlagen: Bei negativen Strompreisen an der Börse gibt es keine Vergütung, die Zeit wird am Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne Smart Meter darf die Anlage höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen. Für neue kleine Anlagen ab 2027 plant die Bundesregierung, die feste Vergütung ganz abzuschaffen. Wer noch 2026 in Betrieb geht, behält sie.

    Wie groß die Anlage sein sollte

    Die Verbraucherzentrale nennt als Faustregel 1 kWp und 1 bis 1,5 kWh Speicher je 1.000 Kilowattstunden Verbrauch. Ein Kilowatt Peak braucht mit heutigen Modulen etwa 5 Quadratmeter Dachfläche. Die Mehrkosten für zusätzliche Module sind klein, weil Gerüst, Wechselrichter und Montage ohnehin anfallen.

    Häufige Fragen

    Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage im Jahr?

    Eine Anlage nach Süden erzeugt in Deutschland im Mittel rund 950 Kilowattstunden pro Kilowatt Peak und Jahr. Eine typische Anlage mit 8 kWp auf einem Einfamilienhaus kommt damit auf etwa 7.600 Kilowattstunden, nach Osten und Westen etwas weniger.

    Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?

    Schlüsselfertig kosten Anlagen mit 5 bis 12 kWp im Jahr 2026 meist 1.200 bis 1.800 Euro pro kWp, eine Anlage mit 8 kWp also etwa 10.000 bis 14.000 Euro. Ein Speicher kostet zusätzlich rund 315 Euro pro Kilowattstunde Kapazität. Auf Anlagen bis 30 kWp fällt keine Mehrwertsteuer an.

    Wie viel Eigenverbrauch ist mit Photovoltaik realistisch?

    Ohne Speicher deckt eine Solaranlage nach der Verbraucherzentrale meist 25 bis 30 Prozent des Stromverbrauchs eines Haushalts, mit Speicher bis zu 70 Prozent. Als Faustregel gilt je 1.000 Kilowattstunden Verbrauch 1 kWp Leistung und 1 bis 1,5 kWh Speicher.

    Gibt es 2027 noch eine Einspeisevergütung?

    Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, bekommen die feste Vergütung 20 Jahre lang, bis 10 kWp derzeit 7,7 Cent pro Kilowattstunde. Für neue kleine Anlagen ab 2027 will die Bundesregierung die feste Vergütung abschaffen, das Gesetz ist im September 2026 noch im Bundestag.