Selbst verbrauchen schlägt einspeisen
Jede Kilowattstunde vom Dach, die du selbst nutzt, spart dir rund 37 Cent. Jede, die ins Netz geht, bringt 7,7 Cent. Wirtschaftlich zählt deshalb vor allem, wie viel Solarstrom im Haus bleibt. Ohne Speicher deckt eine Anlage nach der Verbraucherzentrale meist 25 bis 30 Prozent des Verbrauchs, denn abends und im Winter liefert sie wenig.
Ein Speicher hebt den Anteil auf bis zu 70 Prozent. Er kostet aber mit rund 315 Euro pro Kilowattstunde viel Geld und verlängert die Zeit, bis sich die Anlage bezahlt macht, oft um einige Jahre. Wärmepumpe und E-Auto erhöhen den Eigenverbrauch ohne Speicher, wenn sie tagsüber laufen.
Wie viel du selbst nutzt, schätzt der Rechner mit einem einfachen Modell, das die Spannen der Verbraucherzentrale trifft. Für eine genauere Rechnung mit Lastprofil gibt es den Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin.
Die Einspeisevergütung, Stand August 2026
| Anlage | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,7 ct | 12,22 ct |
| 10 bis 40 kWp, für diesen Teil | 6,66 ct | 10,24 ct |
Seit Februar 2025 gilt für neue Anlagen: Bei negativen Strompreisen an der Börse gibt es keine Vergütung, die Zeit wird am Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne Smart Meter darf die Anlage höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen. Für neue kleine Anlagen ab 2027 plant die Bundesregierung, die feste Vergütung ganz abzuschaffen. Wer noch 2026 in Betrieb geht, behält sie.
Wie groß die Anlage sein sollte
Die Verbraucherzentrale nennt als Faustregel 1 kWp und 1 bis 1,5 kWh Speicher je 1.000 Kilowattstunden Verbrauch. Ein Kilowatt Peak braucht mit heutigen Modulen etwa 5 Quadratmeter Dachfläche. Die Mehrkosten für zusätzliche Module sind klein, weil Gerüst, Wechselrichter und Montage ohnehin anfallen.