Gerät und Einbau
Die Wallbox selbst ist der kleinere Teil der Rechnung. Der ADAC nennt für das Gerät 300 bis 2.000 Euro, je nachdem, ob es nur lädt oder auch Strom misst, sich per App steuern lässt und mit der Solaranlage spricht. Mit Installation kostet eine 11-kW-Wallbox im Einfamilienhaus laut ADAC 1.200 bis 3.500 Euro.
Wie teuer der Einbau wird, hängt am Weg vom Zählerschrank zur Garage. Liegt beides nah beieinander und ist im Schrank Platz für Leitungsschutzschalter und Fehlerstromschutz, bleibt es laut ADAC bei 500 bis 800 Euro. Muss der Elektriker durch Wände bohren, Leitungen im Garten verlegen oder den Zählerschrank erneuern, landest du schnell bei 1.500 bis 3.000 Euro und mehr. In der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses fand der ADAC Preise zwischen 1.045 und 5.200 Euro.
| Posten | Spanne laut ADAC |
|---|---|
| Wallbox, Gerät | 300 bis 2.000 € |
| Installation, wenig Aufwand | 500 bis 800 € |
| Installation, mittlerer Aufwand | 800 bis 1.500 € |
| Installation, hoher Aufwand | 1.500 bis 3.000 € und mehr |
| Verstärkung des Hausanschlusses, wenn nötig | im Schnitt rund 500 € |
Anmelden, genehmigen, drosseln
Jede Wallbox musst du vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anmelden, das übernimmt meist der Elektriker. Die Anmeldung ist kostenlos. Geräte mit mehr als 12 kVA, also Wallboxen mit 22 Kilowatt, muss der Netzbetreiber vorher genehmigen. Er kann Auflagen machen, und die Prüfung dauert bis zu zwei Monate.
Seit dem 1. Januar 2024 gilt jede neue Wallbox mit mehr als 4,2 Kilowatt als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz. Droht das Ortsnetz zu überlasten, darf der Netzbetreiber die Ladeleistung auf 4,2 Kilowatt senken, ganz abschalten darf er nicht. Der Rechner zeigt, wie lange die Ladung dann dauert.
Dafür zahlst du weniger Netzentgelt. Mit Modul 1 sinkt die Stromrechnung pauschal, je nach Netzgebiet um etwa 110 bis 190 Euro im Jahr. Modul 2 senkt den Arbeitspreis des Netzentgelts um 60 Prozent, braucht aber einen eigenen Zähler für die Wallbox. Modul 3 bringt zeitabhängige Netzentgelte und lässt sich nur mit Modul 1 kombinieren. Den genauen Betrag nennt das Preisblatt deines Netzbetreibers.
11 oder 22 Kilowatt?
Viele E-Autos laden an Wechselstrom ohnehin nur mit 11 Kilowatt, eine 22-kW-Wallbox bringt ihnen nichts. Über Nacht reichen 11 Kilowatt für fast jeden Akku. Was eine Ladung zu Hause gegenüber der Säule unterwegs kostet, rechnet der Ladekostenrechner für das ganze Jahr.