Vom Duschwasser zum Speicherliter
Unter der Dusche kommt meist Wasser mit rund 40 Grad an, aus dem Speicher fließt es heißer und wird am Hahn mit kaltem gemischt. Je heißer der Speicher, desto weniger Liter braucht er für dieselbe Menge Duschwasser. Eine Person braucht im Schnitt etwa 40 Liter mit 45 Grad am Tag, aus einem Speicher mit 60 Grad sind das nur rund 28 Liter.
Dazu kommt eine Reserve, die davon abhängt, wie schnell die Heizung nachlegt. Ein Gaskessel heizt einen leeren Speicher mit viel Leistung schnell wieder auf. Eine Wärmepumpe braucht länger und arbeitet mit niedrigerer Temperatur effizienter, deshalb bekommt sie einen größeren Speicher. Solaranlagen brauchen am meisten Volumen, weil sie die Sonne eines Tages für den nächsten aufheben.
| Haushalt | Kessel, 60 °C | Wärmepumpe, 55 °C | Solarthermie, 60 °C |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 50 l | 50 l | 80 l |
| 2 Personen | 80 l | 100 l | 150 l |
| 3 Personen | 120 l | 150 l | 250 l |
| 4 Personen | 150 l | 200 l | 300 l |
| 5 Personen | 200 l | 250 l | 400 l |
| 6 Personen | 250 l | 300 l | 500 l |
Die Faktoren für die Reserve sind Richtwerte, die sich an den Empfehlungen von Herstellern und der Verbraucherzentrale orientieren. Wer täglich badet, braucht deutlich mehr: Eine Wanne fasst 140 Liter mit 40 Grad, das sind aus dem 60-Grad-Speicher rund 85 Liter auf einen Schlag.
Zu groß ist auch nicht gut
Ein Speicher verliert jede Stunde Wärme, ein großer mehr als ein kleiner. Das Wasser steht länger, und ein Speicher, der nie ganz durchgewärmt wird, bietet Legionellen Raum. Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 nennt 60 Grad am Speicheraustritt. In Einfamilienhäusern ist das eine Empfehlung, unter 50 Grad sollte das Wasser aber nicht dauerhaft liegen. Viele Wärmepumpen heizen deshalb einmal in der Woche auf 60 Grad nach.
Wie viel Energie das Warmwasser im Jahr kostet, zeigt der Rechner unter dem Ergebnis. Was einzelne Duschen kosten, rechnet die Seite Duschen vor.