Eine Kilowattstunde Strom, drei Kilowattstunden Wärme
Eine Wärmepumpe erzeugt Wärme nicht selbst, sie holt sie aus der Außenluft oder dem Boden und hebt sie auf Heiztemperatur. Der Strom treibt nur den Verdichter an. Wie viel Wärme pro Kilowattstunde Strom herauskommt, sagt die Jahresarbeitszahl.
Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bewohnten Bestandshäusern vermessen. Luft-Wasser-Geräte kamen im Mittel auf 3,4, mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Erdwärmepumpen erreichten 4,3. Was die Geräte schaffen, hängt vor allem von der Vorlauftemperatur ab: Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung, die mit 35 bis 45 Grad auskommen, bringen hohe Zahlen.
| bisheriger Verbrauch | Strom für die Wärmepumpe | Kosten bei 20,7 ct | bisher für Gas |
|---|---|---|---|
| 10.000 kWh Gas | 2.647 kWh | 548 € | 1.193 € |
| 15.000 kWh Gas | 3.971 kWh | 822 € | 1.790 € |
| 20.000 kWh Gas | 5.294 kWh | 1.096 € | 2.386 € |
| 30.000 kWh Gas | 7.941 kWh | 1.644 € | 3.579 € |
Welcher Strompreis gilt
Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife. Neukunden zahlten im September 2026 im Schnitt 20,7 Cent pro Kilowattstunde. Dafür braucht es meist einen zweiten Zähler, und der Netzbetreiber darf die Leistung in Spitzenzeiten kurz drosseln. Seit 2024 bekommst du als Ausgleich einen Rabatt auf das Netzentgelt.
Ohne eigenen Zähler läuft die Wärmepumpe über den normalen Haushaltstarif, im Schnitt rund 37 Cent. Dann schrumpft der Vorsprung gegenüber Gas deutlich. Rechne beide Fälle mit deinem Angebot durch.
Wie groß die Wärmepumpe sein muss
Als grobe Regel teilt man den Wärmebedarf im Jahr durch rund 2.000 Stunden. Ein Haus mit 18.000 Kilowattstunden Wärme braucht so etwa 9 Kilowatt Heizleistung. Ein Neubau kommt mit 30 bis 50 Watt pro Quadratmeter aus, ein unsanierter Altbau braucht 100 Watt und mehr. Die genaue Heizlast rechnet der Installateur Raum für Raum aus, und das lohnt sich: Eine zu große Wärmepumpe taktet und arbeitet schlechter.
Förderung, Stand Juli 2026
Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gelten neue Regeln der KfW. Es gibt 30 Prozent Grundförderung. Wer selbst im Haus wohnt und eine alte fossile Heizung ersetzt, bekommt 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus dazu, der ab Februar 2027 halbjährlich sinkt. Haushalte mit bis zu 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen erhalten einen Einkommensbonus von 10 bis 40 Prozent.
Zusammen sind höchstens 80 Prozent drin, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohnung. Gefördert werden nur Geräte mit natürlichem Kältemittel. Den Antrag stellst du vor dem Auftrag, mit einem unterschriebenen Vertrag, der unter der Bedingung der Förderung steht.