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Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Draußen minus fünf Grad, vor dem Haus summt ein weißer Kasten. Drinnen ist es warm, und der Stromzähler im Keller läuft schneller als sonst. Wie schnell, hängt an einer einzigen Zahl.

steht auf der Jahresabrechnung
kWh
l
m²
Luft-Wasser 3,4, Erdwärme 4,3
Wärmepumpentarif, Haushaltsstrom 37 ct
ct/kWh

Stromkosten im Jahr

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026, November 2025, August 2026. Werte und Quellen

    Eine Kilowattstunde Strom, drei Kilowattstunden Wärme

    Eine Wärmepumpe erzeugt Wärme nicht selbst, sie holt sie aus der Außenluft oder dem Boden und hebt sie auf Heiztemperatur. Der Strom treibt nur den Verdichter an. Wie viel Wärme pro Kilowattstunde Strom herauskommt, sagt die Jahresarbeitszahl.

    Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bewohnten Bestandshäusern vermessen. Luft-Wasser-Geräte kamen im Mittel auf 3,4, mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Erdwärmepumpen erreichten 4,3. Was die Geräte schaffen, hängt vor allem von der Vorlauftemperatur ab: Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung, die mit 35 bis 45 Grad auskommen, bringen hohe Zahlen.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,4, Arbeitspreise ohne Grundpreis
    bisheriger VerbrauchStrom für die WärmepumpeKosten bei 20,7 ctbisher für Gas
    10.000 kWh Gas2.647 kWh548 €1.193 €
    15.000 kWh Gas3.971 kWh822 €1.790 €
    20.000 kWh Gas5.294 kWh1.096 €2.386 €
    30.000 kWh Gas7.941 kWh1.644 €3.579 €

    Welcher Strompreis gilt

    Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife. Neukunden zahlten im September 2026 im Schnitt 20,7 Cent pro Kilowattstunde. Dafür braucht es meist einen zweiten Zähler, und der Netzbetreiber darf die Leistung in Spitzenzeiten kurz drosseln. Seit 2024 bekommst du als Ausgleich einen Rabatt auf das Netzentgelt.

    Ohne eigenen Zähler läuft die Wärmepumpe über den normalen Haushaltstarif, im Schnitt rund 37 Cent. Dann schrumpft der Vorsprung gegenüber Gas deutlich. Rechne beide Fälle mit deinem Angebot durch.

    Wie groß die Wärmepumpe sein muss

    Als grobe Regel teilt man den Wärmebedarf im Jahr durch rund 2.000 Stunden. Ein Haus mit 18.000 Kilowattstunden Wärme braucht so etwa 9 Kilowatt Heizleistung. Ein Neubau kommt mit 30 bis 50 Watt pro Quadratmeter aus, ein unsanierter Altbau braucht 100 Watt und mehr. Die genaue Heizlast rechnet der Installateur Raum für Raum aus, und das lohnt sich: Eine zu große Wärmepumpe taktet und arbeitet schlechter.

    Förderung, Stand Juli 2026

    Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gelten neue Regeln der KfW. Es gibt 30 Prozent Grundförderung. Wer selbst im Haus wohnt und eine alte fossile Heizung ersetzt, bekommt 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus dazu, der ab Februar 2027 halbjährlich sinkt. Haushalte mit bis zu 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen erhalten einen Einkommensbonus von 10 bis 40 Prozent.

    Zusammen sind höchstens 80 Prozent drin, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohnung. Gefördert werden nur Geräte mit natürlichem Kältemittel. Den Antrag stellst du vor dem Auftrag, mit einem unterschriebenen Vertrag, der unter der Bedingung der Förderung steht.

    Häufige Fragen

    Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus?

    Ein Haus, das bisher 20.000 Kilowattstunden Gas im Jahr verbraucht hat, braucht mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe etwa 5.294 Kilowattstunden Strom. Grundlage ist die mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4, die das Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden gemessen hat.

    Was ist die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe?

    Die Jahresarbeitszahl sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht, gemessen über ein ganzes Jahr. Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandshäusern erreichen im Mittel 3,4, Erdwärmepumpen 4,3.

    Wie viel kostet Wärmepumpenstrom?

    Neukunden zahlten im September 2026 für einen Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler im Schnitt 20,7 Cent pro Kilowattstunde, deutlich weniger als für Haushaltsstrom. Dafür darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe in Spitzenzeiten drosseln.

    Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?

    Seit dem 21. Juli 2026 zahlt die KfW 30 Prozent Grundförderung, selbst nutzende Eigentümer bekommen beim Tausch einer alten Heizung 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus dazu. Mit Einkommensbonus sind bis zu 80 Prozent von höchstens 28.000 Euro förderfähigen Kosten möglich.