Warmwasser: die Hälfte vom Dach
Eine Person braucht im Schnitt etwa 40 Liter warmes Wasser am Tag, zum Duschen, Waschen und Spülen. Mit den Verlusten im Speicher kostet das rund 770 Kilowattstunden Wärme im Jahr. Eine gut ausgelegte Solaranlage deckt davon bis zu 60 Prozent. Von Mai bis September reicht die Sonne fast allein, im Winter heizt die Heizung nach.
Die Verbraucherzentrale rechnet mit 1,5 Quadratmetern Flachkollektor je Person. Vakuumröhren leisten mehr je Fläche, dann reicht etwa ein Quadratmeter, sie kosten aber auch mehr.
Mit Heizungsunterstützung
Größere Anlagen mit rund 3 Quadratmetern je Person und einem Pufferspeicher helfen auch beim Heizen. Das klappt vor allem im Frühjahr und Herbst, im Winter liefert die Sonne wenig, wenn die Heizung am meisten braucht. Solche Anlagen decken 20 bis 30 Prozent des gesamten Wärmebedarfs. Mehr als 500 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr schafft ein Flachkollektor kaum, der Rechner begrenzt darauf.
Was sie kostet und wann sie sich bezahlt macht
Eine Anlage nur für Warmwasser kostet im Einfamilienhaus rund 5.000 €, mit Heizungsunterstützung rund 10.000 €. Die KfW gibt 30 Prozent Grundförderung, mit Boni unter Umständen mehr. Den Antrag stellst du vor dem Auftrag. Mit Gas oder Heizöl macht sich eine Anlage oft nach 10 bis 20 Jahren bezahlt, mit Wärmepumpe kaum. Kollektoren halten 20 bis 25 Jahre.
Die Frage ist oft, wofür das Dach besser genutzt wird. Eine Photovoltaikanlage liefert Strom, den du das ganze Jahr brauchst, und mit einem Heizstab oder einer Wärmepumpe auch Warmwasser. Wer auf Wärmepumpe umsteigen will, ist mit Solarstrom meist besser bedient.