Zeit schlägt Sparrate
Wer 20 Jahre Zeit hat, muss für die Million viel mehr als doppelt so viel sparen wie jemand mit 40 Jahren. Die zweiten 20 Jahre erledigt fast nur der Zinseszins. Deshalb ist die Frage „Wie viel?“ eigentlich die Frage „Ab wann?“.
| Zeit | bei 4 % | bei 6 % | bei 8 % |
|---|---|---|---|
| 20 Jahre | 2.739 € | 2.195 € | 1.746 € |
| 25 Jahre | 1.959 € | 1.471 € | 1.093 € |
| 30 Jahre | 1.455 € | 1.021 € | 705 € |
| 35 Jahre | 1.108 € | 724 € | 464 € |
| 40 Jahre | 858 € | 522 € | 308 € |
Die Rendite entscheidet genauso stark. Ein Tagesgeldkonto bringt gerade rund 1,99 Prozent, damit wird es mit der Million in einem Arbeitsleben schwer. Ein weltweit gestreuter Aktien-ETF hat in der Vergangenheit deutlich mehr gebracht, schwankt aber.
Die Million und die Inflation
Eine Million in 30 Jahren ist nicht eine Million von heute. Steigen die Preise um 2 Prozent im Jahr, hat sie dann die Kaufkraft von etwa 552.071 €. Wer eine Million in heutigem Geld will, muss die Sparrate jedes Jahr mit der Inflation erhöhen.
Und die Steuer? Auf Gewinne fallen beim Verkauf Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag an, bei Aktien-ETFs auf 70 Prozent der Erträge. Von einer Million, die zu zwei Dritteln aus Erträgen besteht, gehen so grob 120.000 Euro ab. Der Rechner zeigt die Summe vor Steuer.
Was die Million im Alter bringt
Entnimmst du jedes Jahr 4 Prozent, sind das 40.000 Euro im Jahr, gut 3.300 Euro im Monat vor Steuer. So rechnet die bekannte 4-Prozent-Regel aus den USA, die über 30 Jahre Ruhestand meist aufging. Für einen längeren Ruhestand planen viele vorsichtiger mit 3 bis 3,5 Prozent.