Die 20-Prozent-Regel
Die bekannteste Faustregel heißt 50/30/20. Die Hälfte des Nettos geht an feste Kosten: Miete, Strom, Versicherungen, Kredite. 30 Prozent sind für das, was du willst, vom Essen gehen bis zum Urlaub. Die restlichen 20 Prozent sparst du.
Bei 2.500 Euro netto sind das 500 Euro im Monat. Klingt viel? Ist es auch, gerade mit hoher Miete. Deshalb gilt die Regel als Ziel, nicht als Pflicht. Wer 10 Prozent schafft, liegt schon ungefähr beim Durchschnitt.
So viel sparen die Deutschen
Das Statistische Bundesamt misst die Sparquote der privaten Haushalte: den Anteil des verfügbaren Einkommens, der nicht ausgegeben wird. 2025 lag sie bei 10,5 Prozent, 2024 bei 11,2 Prozent. Im ersten Halbjahr 2025 waren es rund 270 Euro je Einwohner und Monat, Kinder mitgezählt.
Hinter dem Durchschnitt stecken große Unterschiede. Haushalte mit hohem Einkommen sparen viel, viele mit kleinem Einkommen gar nichts. Eingerechnet sind auch Beiträge zur Betriebsrente.
| Netto im Monat | 10 % | Durchschnitt 10,5 % | 20 % |
|---|---|---|---|
| 1.500 € | 150 € | 158 € | 300 € |
| 2.000 € | 200 € | 210 € | 400 € |
| 2.500 € | 250 € | 263 € | 500 € |
| 3.000 € | 300 € | 315 € | 600 € |
| 4.000 € | 400 € | 420 € | 800 € |
| 5.000 € | 500 € | 525 € | 1.000 € |
Wofür du sparst, bestimmt die Anlage
- Notgroschen: zwei bis drei Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto, schnell verfügbar.
- Größere Anschaffungen in wenigen Jahren, etwa Auto oder Küche: Tagesgeld oder Festgeld.
- Rente und Vermögen über zehn Jahre und mehr: ein breit gestreuter Aktien-ETF als Sparplan.
Die Reihenfolge zählt. Wer ohne Rücklage in Aktien spart, muss im Notfall vielleicht im falschen Moment verkaufen.
Wenn am Monatsende nichts übrig bleibt
Spar am Anfang des Monats, nicht am Ende. Ein Dauerauftrag am Tag nach dem Gehaltseingang schiebt das Geld weg, bevor es ausgegeben ist. Fang klein an, mit 50 Euro. Nach jeder Gehaltserhöhung erhöhst du den Dauerauftrag um die Hälfte des Plus.
Hohe Fixkosten sind der häufigste Grund, warum es nicht klappt. Prüf Handyvertrag, Versicherungen und Abos. Oft stecken darin 50 bis 100 Euro im Monat, die niemand vermisst.