Zwei, drei oder sechs Monate?
Die Verbraucherzentrale nennt 2 bis 3 Monatsgehälter als Faustregel. Das reicht für eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur und die Kaution bei einem Umzug. Je unsicherer dein Einkommen, desto größer muss der Puffer sein.
- Beamte haben ein sicheres Gehalt, zwei Monatsausgaben reichen meist.
- Angestellte bekommen bei Jobverlust Arbeitslosengeld, das aber erst nach einigen Wochen fließt und niedriger ist. Drei Monate sind ein guter Wert.
- Selbstständige haben keine Lohnfortzahlung, Aufträge schwanken. Sechs Monatsausgaben sind hier üblich.
- Wer eine Wohnung oder ein Haus besitzt, zahlt Reparaturen selbst. Eine neue Heizung kommt nie gelegen.
Wo das Geld liegen sollte
Auf einem Tagesgeldkonto, getrennt vom Girokonto. Dort kommst du an einem Tag an das Geld, und es bringt trotzdem Zinsen. Im Schnitt der Vergleichsangebote sind es gerade 1,99 Prozent (Stand September 2026). Einlagen bis 100.000 Euro je Bank und Person sind gesetzlich gesichert.
Festgeld ist für den Notgroschen zu starr, Aktien zu unruhig. Bargeld zu Hause schützt nicht vor Einbruch oder Feuer und bringt keine Zinsen. Ein kleiner Betrag für den Stromausfall reicht.
Was ein Notfall ist und was nicht
Ein Notfall ist unerwartet und nötig: kaputte Heizung, Zahnersatz, Jobverlust, eine Reise zur kranken Mutter. Der neue Fernseher im Angebot ist keiner, der Urlaub auch nicht. Für planbare Ausgaben spar lieber auf einem zweiten Unterkonto.
Und wenn du den Notgroschen gebraucht hast? Dann füllst du ihn als Erstes wieder auf, bevor du wieder langfristig sparst.