Zum Inhalt
wieviel.net

Wie viel darf man privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen?

Der Keller ist leer, das Konto voller: Kinderwagen, Wintermäntel, eine alte Spielkonsole, 40 Anzeigen in einem Jahr. Dann kommt eine E-Mail der Plattform, deine Steuer-ID werde benötigt. Heißt das, du musst etwas nachzahlen?

€
€
Monate
Selbst bewohnt im Verkaufsjahr und den zwei Jahren davor?
nur steuerpflichtige, Verluste mit Minus
€
meist zwischen 20 und 42 %
%
€

Steuer

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Gebrauchtes aus dem eigenen Haushalt: steuerfrei

    Kleidung, Möbel, Bücher, Kinderwagen, Fahrrad, Auto: Das alles sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Ihr Verkauf ist nie steuerpflichtig, egal wie viel du verkaufst und wie schnell nach dem Kauf. Meist bringt er ohnehin weniger, als du bezahlt hast.

    Seit 2023 melden Plattformen wie Kleinanzeigen, eBay oder Vinted dem Bundeszentralamt für Steuern, wer im Jahr mindestens 30 Artikel verkauft oder mindestens 2.000 Euro einnimmt. Die Meldung allein löst keine Steuer aus. Sie gibt dem Finanzamt nur die Möglichkeit nachzufragen, ob du gewerblich handelst.

    Wertgegenstände, Gold und Krypto: ein Jahr Frist

    Anders ist es bei Dingen, die an Wert gewinnen können: Schmuck, Uhren, Kunst, Sammlermünzen, Goldbarren, Bitcoin. Verkaufst du sie innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ist das ein privates Veräußerungsgeschäft. Nach einem Jahr und einem Tag ist der Gewinn steuerfrei.

    Innerhalb der Frist gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle solchen Gewinne im Jahr zusammen. Bleibst du darunter, fällt nichts an. Erreichst du sie, ist der ganze Gewinn steuerpflichtig, mit deinem persönlichen Steuersatz. Verluste aus solchen Verkäufen darfst du mit Gewinnen desselben Jahres verrechnen.

    Immobilien: zehn Jahre

    Bei Wohnungen und Grundstücken beträgt die Frist zehn Jahre. Ausnahme: Hast du selbst darin gewohnt, im Jahr des Verkaufs und in den beiden Jahren davor, bleibt der Gewinn steuerfrei. Im ersten und im letzten dieser Jahre genügt ein Teil des Jahres, dazwischen muss die Nutzung ohne Unterbrechung laufen.

    Wann aus Ausmisten ein Gewerbe wird

    Wer auf Flohmärkten einkauft, um auf Plattformen teurer zu verkaufen, wer neue Ware anbietet oder selbst Genähtes regelmäßig verkauft, handelt gewerblich. Dann zählen alle Gewinne, auch aus Alltagsgegenständen, zum Einkommen. Ab einer bestimmten Größe kommt die Umsatzsteuer dazu, mit der Kleinunternehmerregelung bleibt sie oft außen vor.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf man privat bei Kleinanzeigen oder eBay verkaufen?

    Für gebrauchte Alltagsgegenstände wie Kleidung, Möbel, Handys oder das eigene Auto gibt es keine Obergrenze, der Verkauf ist nie steuerpflichtig. Ab 30 Verkäufen oder 2.000 Euro Erlös im Jahr meldet die Plattform deine Daten allerdings dem Bundeszentralamt für Steuern.

    Was ist die Spekulationsfrist bei privaten Verkäufen?

    Verkaufst du Wertgegenstände wie Schmuck, Kunst, Sammlerstücke, Gold oder Kryptowährungen innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ist der Gewinn steuerpflichtig. Bei Immobilien beträgt die Frist zehn Jahre, außer du hast selbst darin gewohnt.

    Wie hoch ist die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte?

    Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn sie zusammen im Jahr unter 1.000 Euro liegen. Es ist eine Freigrenze: Erreicht der Gewinn 1.000 Euro, ist er vollständig steuerpflichtig und nicht bloß der Teil darüber.

    Ab wann wird privates Verkaufen zum Gewerbe?

    Wer gezielt Waren einkauft, um sie weiterzuverkaufen, oder dauerhaft viele neue Artikel anbietet, handelt gewerblich. Dann werden Gewerbeanmeldung, Einkommensteuer und je nach Umsatz auch Umsatzsteuer fällig. Das Ausmisten des eigenen Haushalts ist dagegen kein Gewerbe, auch bei vielen Verkäufen.