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Wie viel Geld braucht man, um von Zinsen zu leben?

Sonntagmorgen, der Wecker schweigt, und der Gedanke kommt wieder: Was wäre, wenn du am Montag nicht mehr hinmüsstest? Nicht in 30 Jahren, sondern bald. Die Frage ist nur, wie groß der Topf sein müsste.

netto, nach Steuer auf die Zinsen
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Tagesgeld, Anleihen, Mischung
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Soll das Vermögen seine Kaufkraft behalten?

Nötiges Kapital

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026, Januar 2026. Werte und Quellen

    Drei Zahlen entscheiden

    Wie groß der Topf sein muss, hängt an deinen Ausgaben, an der Rendite und an der Inflation. Die Steuer nimmt über dem Sparer-Pauschbetrag gut ein Viertel der Zinsen. Und die Inflation, zuletzt 2,9 Prozent (Stand September 2026), frisst jedes Jahr an der Kaufkraft. Wer auf Dauer von den Zinsen leben will, darf nur ausgeben, was nach Steuer und Inflationsausgleich übrig bleibt.

    Ohne Inflationsausgleich reichen bei 4 Prozent Rendite rund 810.000 Euro für 2.000 Euro im Monat. Gleichst du die Inflation aus, bleibt nach Steuer fast nichts zum Leben übrig. Dann braucht es viele Millionen.

    Aufbrauchen statt erhalten

    Wer früher aufhört, lebt selten allein von Zinsen. Das Kapital schrumpft langsam, bis mit 67 die Rente kommt. Darf das Geld in 30 Jahren aufgebraucht sein, reicht ein Bruchteil. Der Rechner zeigt diese Summe als Vergleich, mit der gleichen Rendite nach Steuer und Inflation.

    Aktien bringen über lange Zeit mehr als Tagesgeld. Sie schwanken aber stark. Wer in einem Crash verkaufen muss, um die Miete zu zahlen, verliert doppelt. Viele halten deshalb zwei bis drei Jahresausgaben auf dem Tagesgeld und den Rest breit gestreut.

    Häufige Fragen

    Wie viel Zinsen bekommt man für eine Million Euro?

    Bei 3 Prozent Zinsen sind es 30.000 Euro im Jahr, nach Abgeltungsteuer und Soli rund 22.400 Euro oder gut 1.860 Euro im Monat. Soll das Vermögen seine Kaufkraft behalten, musst du davon einen Teil wieder anlegen.

    Kann man mit 500.000 Euro von Zinsen leben?

    Nur bescheiden. Bei 4 Prozent Rendite kommen 20.000 Euro im Jahr zusammen, vor Steuern. Und gleichst du auch noch die Inflation aus, bleibt deutlich weniger als 1.000 Euro im Monat. Darfst du das Kapital über 30 Jahre aufbrauchen, reicht es für mehr.

    Warum muss man die Inflation einrechnen?

    Weil 2.000 Euro in 20 Jahren weniger wert sind als heute. Gibst du jedes Jahr alle Zinsen aus, bleibt das Kapital nominal gleich, verliert aber Kaufkraft. Wer auf Dauer von den Zinsen leben will, legt jedes Jahr einen Teil in Höhe der Inflation wieder an.

    Welche Kosten vergisst man leicht?

    Die Krankenversicherung. Wer nicht mehr arbeitet und nicht familienversichert ist, zahlt sie als freiwilliges Mitglied selbst, auch auf Kapitalerträge. Dazu kommen Einkommensteuer auf andere Einkünfte und die Kirchensteuer.