Solange nur Milch: kein Wasser
Muttermilch besteht zum größten Teil aus Wasser, Säuglingsmilch aus der Flasche ebenso. Ein Baby, das nach Bedarf trinkt, bekommt damit genug Flüssigkeit, auch bei Hitze. Das sagen das Netzwerk Gesund ins Leben und die Weltgesundheitsorganisation gleichermaßen. Wasser würde den kleinen Magen nur füllen, ohne Energie zu liefern.
An heißen Tagen trinkt ein Stillkind öfter und kürzer. Leg es dann einfach häufiger an. Flaschenkinder bekommen öfter die Flasche, angerührt wie immer und nicht verdünnt.
Mit dem Brei kommt der Becher
Ab dem ersten Brei, meist zwischen dem fünften und siebten Monat, kannst du deinem Baby im Sitzen ein paar Schlucke Wasser aus einem Becher oder einer offenen Tasse anbieten. Das ist Übung, kein Soll. Viel landet ohnehin auf dem Lätzchen.
Ersetzen drei Breie drei Milchmahlzeiten, fehlt die Flüssigkeit aus dieser Milch. Ab dann braucht dein Baby zusätzlich etwa 200 Milliliter am Tag. Gut sind Leitungswasser und ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee. Saft, Instanttee und gesüßte Getränke schaden den ersten Zähnen.
| Ernährung | Wasser zusätzlich |
|---|---|
| nur Muttermilch oder Säuglingsmilch | keins |
| ein bis zwei Breie am Tag | ein paar Schlucke zum Üben |
| drei Breie am Tag | etwa 200 ml |
| ab dem ersten Geburtstag | etwa 820 ml Getränke |
Welches Wasser ins Glas darf
Leitungswasser in Deutschland eignet sich für Babys. Lass es vorher laufen, bis es kühl aus der Leitung kommt, denn abgestandenes Wasser aus warmen Leitungen ist nichts für dein Kind. Kommt dein Wasser aus einem Hausbrunnen oder liegen im Haus noch Bleirohre, nimm stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“.