Drei Wege zu helleren Zähnen
Beim In-Office-Bleaching trägt die Zahnärztin ein stark konzentriertes Gel auf, das Zahnfleisch ist vorher abgedeckt. Nach etwa einer Stunde ist die Farbe mehrere Stufen heller. Beim Home-Bleaching bekommst du eine Schiene nach Abdruck und ein schwächeres Gel, das du zwei Wochen lang täglich ein bis zwei Stunden trägst. Das Ergebnis ist ähnlich, es dauert nur länger und kostet meist etwas weniger.
Ein einzelner Zahn, der nach einer Wurzelbehandlung grau geworden ist, wird von innen aufgehellt. Die Praxis legt das Bleichmittel in den Zahn und verschließt ihn für einige Tage.
| Verfahren | übliche Preise | Abrechnung |
|---|---|---|
| In-Office-Bleaching in der Praxis | 300 bis 800 € | je Behandlung |
| Home-Bleaching mit Schiene | 200 bis 600 € | je Behandlung |
| Internes Bleaching eines wurzelbehandelten Zahns | 100 bis 300 € | je Zahn |
| Nachfüll-Gel für die Schiene | 20 bis 50 € | je Packung |
Die Preise schwanken stark zwischen Städten und Praxen, die Spannen sind Erfahrungswerte aus Praxisangaben. Vor dem Bleaching steht meist eine professionelle Zahnreinigung für 44 bis 117 Euro, denn das Gel wirkt nur auf sauberen Zähnen gleichmäßig.
Warum Bleaching in die Zahnarztpraxis gehört
Seit 2012 dürfen Mittel mit mehr als 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid in der EU nur über Zahnärzte abgegeben werden, und nur an Erwachsene. Frei verkäufliche Streifen und Stifte sind entsprechend schwach. Sie hellen wenig auf, und Produkte mit höherer Konzentration aus dem Ausland greifen Zahnfleisch und Schmelz an.
Füllungen, Kronen und Veneers bleichen nicht mit. Wer im sichtbaren Bereich solche Arbeiten hat, sieht nach dem Bleaching Farbunterschiede und muss sie gegebenenfalls erneuern lassen. Das kostet deutlich mehr als das Bleaching selbst.
Wann die Mehrwertsteuer wegfällt
Rein kosmetisches Bleaching ist umsatzsteuerpflichtig, die Steuer steckt in den Preisen. Hat sich ein Zahn durch eine Wurzelbehandlung verfärbt, gilt das Aufhellen als Folge einer Heilbehandlung. Das Bundesfinanzministerium nennt diesen Fall in einem Schreiben vom Mai 2026 ausdrücklich als steuerfrei, wenn die Praxis den Befund dokumentiert.