Erst Wasser, dann Fett
Wenn kein Essen mehr kommt, greift der Körper zuerst auf seinen Zuckerspeicher zurück, das Glykogen in Leber und Muskeln. Bei Erwachsenen sind das grob 500 Gramm. Jedes Gramm Glykogen bindet etwa 3 Gramm Wasser, und das geht mit. Deshalb fallen in den ersten zwei, drei Tagen schnell eineinhalb bis zwei Kilo.
Danach wird es langsamer. Ein Kilo Körperfett speichert nach der Faustregel rund 7.000 Kilokalorien. Wer 2.000 Kilokalorien am Tag braucht und nichts isst, baut also knapp 300 Gramm Fett pro Tag ab. Ein Teil der Energie kommt außerdem aus Eiweiß, also aus Muskeln. Das rechnet der Rechner nicht mit.
| Fasten | auf der Waage | davon Fett |
|---|---|---|
| 1 Tag | 2,0 kg | 0,0 kg |
| 3 Tage | 2,6 kg | 0,6 kg |
| 5 Tage | 3,1 kg | 1,1 kg |
| 7 Tage | 3,7 kg | 1,7 kg |
| 10 Tage | 4,6 kg | 2,6 kg |
| 14 Tage | 5,7 kg | 3,7 kg |
Was nach dem Fasten passiert
Sobald du wieder normal isst, füllt der Körper den Glykogenspeicher auf und holt sich das Wasser zurück. Ein bis zwei Kilo sind dann schnell wieder da. Das ist kein Jojo-Effekt, sondern normal. Was als Fett weg ist, bleibt weg, solange du danach nicht dauerhaft mehr isst, als du brauchst.
Ohne Essen kommt ein gesunder Mensch mit normalem Gewicht mehrere Wochen aus, wenn er genug trinkt. Ohne Wasser sind es nur wenige Tage. Trink beim Fasten deshalb mindestens so viel wie sonst, besser mehr, weil das Wasser aus dem Essen fehlt.