Der Grundumsatz läuft weiter
Auch im Schlaf schlägt das Herz. Die Lunge atmet, das Gehirn sortiert den Tag, und die Körperwärme muss bei rund 37 Grad gehalten werden, während die Bettdecke nur hilft, nicht heizt. Das kostet Energie, fast so viel wie der Grundumsatz im wachen Liegen. Messungen in Stoffwechselkammern zeigen über die ganze Nacht im Mittel etwa 95 Prozent des Grundumsatzes. Ein kleiner Rabatt also. In den ruhigsten Stunden sinkt der Wert noch etwas, bei Älteren liegt er dagegen eher darüber.
Der Rechner schätzt den Grundumsatz mit der Formel von Mifflin und St Jeor aus Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht. Daraus wird der Verbrauch pro Stunde Schlaf.
| mit 35 Jahren | pro Stunde | in 8 Stunden |
|---|---|---|
| Frau, 160 cm, 55 kg | 48 kcal | 384 kcal |
| Frau, 170 cm, 70 kg | 56 kcal | 452 kcal |
| Frau, 170 cm, 90 kg | 64 kcal | 515 kcal |
| Mann, 175 cm, 70 kg | 64 kcal | 514 kcal |
| Mann, 180 cm, 85 kg | 71 kcal | 572 kcal |
| Mann, 185 cm, 105 kg | 81 kcal | 645 kcal |
Das Kilo weniger am Morgen
Das meiste, was die Waage morgens weniger anzeigt, ist Wasser. Über Atem und Haut gibt der Körper nachts einen halben Liter und mehr ab, dazu kommt der erste Gang zur Toilette. Die verbrannten Kalorien machen nur einen kleinen Teil aus, 500 Kilokalorien aus Fett wären gerade einmal 70 Gramm.
Wer abnehmen will, gewinnt trotzdem mit genug Schlaf. Nach kurzen Nächten steigt der Appetit, vor allem auf Süßes und Fettiges, und am nächsten Tag fehlt oft die Lust auf Bewegung.