Was als normal gilt
Ein gewisser Fettanteil ist lebenswichtig: Fett polstert Organe, speichert Energie und bildet Hormone. Als durchschnittlich gelten nach dem American Council on Exercise bei Männern 18 bis 24 Prozent und bei Frauen 25 bis 31 Prozent. Sportler liegen darunter, ab 25 beziehungsweise 32 Prozent beginnt die Adipositas.
| Einordnung | Männer | Frauen |
|---|---|---|
| Lebensnotwendiges Fett, sehr niedrig | 2 bis 5 % | 10 bis 13 % |
| Sportler | 6 bis 13 % | 14 bis 20 % |
| Fit | 14 bis 17 % | 21 bis 24 % |
| Durchschnittlich | 18 bis 24 % | 25 bis 31 % |
| Hoch (Adipositas) | ab 25 % | ab 32 % |
Die Stufen überschneiden sich in der Quelle etwas, weil fit und durchschnittlich fließend ineinander übergehen. Mit dem Alter steigt der Fettanteil bei den meisten Menschen, auch wenn das Gewicht gleich bleibt.
Wie die Navy-Methode rechnet
Die US-Marine brauchte in den Achtzigern ein Verfahren, das ohne Geräte auskommt. James Hodgdon und Marcie Beckett leiteten 1984 aus Messungen an Soldatinnen und Soldaten Formeln ab, die nur Größe und ein paar Umfänge brauchen. Bei Männern zählen Bauch und Hals, bei Frauen kommt die Hüfte dazu.
Ein Beispiel: Ein Mann mit 1,80 Metern, 39 Zentimetern Halsumfang und 90 Zentimetern Bauch kommt auf 19,1 Prozent. Misst er fünf Zentimeter weniger am Bauch, sind es 15,3 Prozent. Eine Frau mit 1,68 Metern, 33 Zentimetern Hals, 76 Zentimetern Taille und 100 Zentimetern Hüfte landet bei 29,1 Prozent.
Richtig messen
- Morgens nüchtern messen, vor dem Frühstück und nach dem Toilettengang.
- Das Maßband waagerecht anlegen, nicht einschnüren, normal ausatmen.
- Jeden Umfang zweimal messen und den Mittelwert nehmen.
- Für den Verlauf immer dieselbe Stelle und dieselbe Tageszeit wählen.
Körperfettwaagen messen mit schwachem Strom und schwanken stark mit dem Wasserhaushalt. Nach dem Sport oder einem Glas Wasser zeigen sie andere Werte. Das Maßband ist da verlässlicher, solange du sauber misst.