Die Formel von Watson
Wie viel Wasser genau im Körper steckt, lässt sich nur im Labor messen, etwa mit markiertem Wasser. Die Forscher um Watson haben 1980 aus solchen Messungen eine Formel abgeleitet, die mit Alter, Größe und Gewicht auskommt. Sie schätzt das Körperwasser von Erwachsenen meist auf wenige Liter genau. In der Medizin dient sie zum Beispiel als Grundlage für Promillerechner.
Bei Männern sinkt der Wert mit dem Alter, weil Muskeln schwinden. Für Frauen fand Watson keinen deutlichen Einfluss des Alters, die Formel kommt dort ohne aus.
| mit 40 Jahren | Körperwasser | Anteil |
|---|---|---|
| Frau, 160 cm, 55 kg | 28,6 l | 52 % |
| Frau, 168 cm, 65 kg | 31,9 l | 49 % |
| Frau, 170 cm, 85 kg | 37,0 l | 44 % |
| Mann, 175 cm, 70 kg | 41,0 l | 59 % |
| Mann, 180 cm, 80 kg | 44,9 l | 56 % |
| Mann, 185 cm, 100 kg | 52,1 l | 52 % |
Wo das Wasser steckt
Etwa zwei Drittel des Wassers liegen in den Zellen, ein Drittel außerhalb, im Gewebe zwischen den Zellen und im Blut. Muskeln bestehen zu rund drei Vierteln aus Wasser, Fettgewebe nur zu einem kleinen Teil. Deshalb sinkt der Anteil, je mehr Fett jemand hat, auch wenn die Liter steigen.
Körperanalysewaagen messen das Wasser nicht direkt. Sie schicken einen schwachen Strom durch die Füße und rechnen den Widerstand um. Nach dem Duschen, Trinken oder Sport schwankt die Anzeige deshalb leicht um ein, zwei Prozentpunkte.