28 Tage sind ein Durchschnitt, keine Norm
Die 28 Tage aus dem Biologiebuch sind ein Mittelwert. Nach der FIGO, der Weltvereinigung der Gynäkologen, ist jeder Zyklus zwischen 24 und 38 Tagen normal. Und kaum ein Zyklus gleicht dem anderen genau. Ein paar Tage Unterschied von Monat zu Monat sind die Regel.
Regelmäßig nennt die FIGO einen Zyklus, wenn zwischen dem kürzesten und dem längsten höchstens 7 bis 9 Tage liegen. Bei Frauen unter 26 und ab etwa 42 Jahren schwankt der Zyklus natürlicherweise stärker.
| Merkmal | normal nach FIGO |
|---|---|
| Zykluslänge | 24 bis 38 Tage |
| Schwankung | höchstens 7 bis 9 Tage zwischen kürzestem und längstem Zyklus |
| Dauer der Blutung | bis 8 Tage |
| Blutmenge | etwa 60 ml, stark ab 80 ml |
Was den Zyklus verschiebt
Meist ist es die erste Hälfte, die sich streckt oder staucht: Stress, Schichtarbeit, viel Sport, eine Reise, eine Krankheit. Der Eisprung kommt dann später, und die Periode mit ihm. Die zweite Hälfte bleibt dagegen fast immer bei etwa zwei Wochen.
Nach dem Absetzen der Pille braucht der Körper oft einige Monate, bis sich ein eigener Rhythmus einstellt. Auch nach einer Geburt und in der Stillzeit ist der Zyklus lange unregelmäßig oder bleibt ganz aus.
Wann du es abklären lassen solltest
- Die Zyklen sind dauerhaft kürzer als 24 oder länger als 38 Tage.
- Die Periode bleibt drei Monate oder länger aus, ohne dass du schwanger bist.
- Es blutet zwischen den Perioden oder nach dem Sex.
- Die Blutungen sind so stark, dass du alle ein bis zwei Stunden wechseln musst.