Was im Bildungspaket steckt
Das Bildungspaket gibt es seit 2011. Es bezahlt Kindern aus Familien mit wenig Geld, was der Regelbedarf nicht abdeckt, vom Heft bis zur Klassenfahrt nach Berlin. Die größten Posten sind meist das Mittagessen und die Klassenfahrt, nicht der Schulbedarf. Wer beides nutzt, kommt schnell auf mehrere hundert Euro im Jahr je Kind.
| Leistung | Höhe | Wer |
|---|---|---|
| Schulbedarf | 130 € im August, 65 € im Februar | Schüler bis 25 |
| Mittagessen | voller Preis | Schule, Kita, Tagespflege |
| Ausflüge und Klassenfahrten | voller Preis | Schule und Kita |
| Schülerbeförderung | Fahrkarte, soweit nötig | nächstgelegene Schule |
| Lernförderung | Nachhilfe in angemessener Höhe | wenn das Lernziel gefährdet ist |
| Soziale und kulturelle Teilhabe | 15 € im Monat | bis 18 Jahre |
Der Schulbedarf wird jedes Jahr mit dem Regelbedarf fortgeschrieben. 2025 und 2026 blieb der Regelbedarf gleich, deshalb auch das Schulbedarfspaket. Für Nachhilfe muss die Schule bestätigen, dass sie nötig ist. Eine drohende Versetzungsgefahr ist dafür nicht mehr Voraussetzung.
Wer es bekommt und wie
Berechtigt sind Kinder in Familien, die Grundsicherungsgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen. Im Jobcenter kommt der Schulbedarf von selbst. Alles andere beantragst du dort mit einem kurzen Formular, oft reicht ein Blatt. Bei Kinderzuschlag und Wohngeld ist meist das Jugend- oder Sozialamt der Stadt zuständig.
Viele Städte haben eine Bildungskarte oder schicken Gutscheine. Das Geld für Mittagessen und Klassenfahrt fließt dann direkt an Schule, Kita oder Caterer, du musst nichts vorstrecken. Die 15 Euro Teilhabe zahlt die Stadt an den Verein oder die Musikschule.