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Wie viel darf ich beim ElterngeldPlus dazuverdienen?

Das Baby schläft endlich durch, und dein Chef fragt, ob du nicht an drei Tagen die Woche wiederkommen willst. Mehr Geld klingt gut. Aber frisst der Teilzeitlohn das Elterngeld auf?

Durchschnitt der zwölf Monate vor der Geburt
€
im Monat, 0 wenn du nicht arbeitest
€

Zuverdienst ohne Kürzung bis netto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Die Hälfte des alten Nettos

    Wer nach der Geburt in Teilzeit arbeitet, bekommt Elterngeld nur noch auf den Einkommensverlust. Die Elterngeldstelle nimmt die Differenz zwischen dem Netto vorher und dem Netto in Teilzeit und rechnet darauf die Ersatzrate von meist 65 Prozent. Beim ElterngeldPlus gibt es eine Obergrenze: die Hälfte des Basiselterngelds, das du ohne Arbeit bekommen würdest.

    Daraus folgt eine einfache Faustregel. Solange dein Teilzeit-Netto nicht mehr als etwa die Hälfte des Nettos vor der Geburt beträgt, bekommst du das volle ElterngeldPlus. Erst darüber wird es weniger.

    Zuverdienstgrenze beim ElterngeldPlus
    Netto vor der GeburtTeilzeit-Netto ohne Kürzung bis
    1.200 €600 €
    1.600 €800 €
    2.000 €1.000 €
    2.400 €1.200 €
    2.770 €1.385 €
    3.500 €1.385 €

    Über 2.770 Euro Netto vor der Geburt zählt das Einkommen nicht mehr mit, das Basiselterngeld liegt dann bei 1.800 Euro. Die Grenze für den Zuverdienst bleibt deshalb auch bei höheren Gehältern bei rund 1.385 Euro netto.

    Welches Netto die Elterngeldstelle ansetzt

    Die Elterngeldstelle rechnet nicht mit deinem Netto laut Lohnzettel, sondern mit einem pauschalen Elterngeld-Netto. Steuern zieht sie nach deiner Steuerklasse ab, Sozialabgaben pauschal. Das Ergebnis liegt meist etwas unter dem echten Netto. Für die Faustregel reicht das Netto vom Lohnzettel.

    Nach der Geburt schätzt du den Teilzeitlohn beim Antrag. Am Ende weist du ihn nach, und die Stelle rechnet neu. Zu viel gezahltes Elterngeld musst du zurückzahlen.

    Höchstens 32 Stunden

    Neben dem Elterngeld darfst du im Durchschnitt des Lebensmonats höchstens 32 Stunden pro Woche arbeiten. Arbeiten beide Eltern gleichzeitig zwischen 24 und 32 Stunden, gibt es zusätzlich den Partnerschaftsbonus, zwei bis vier Monate ElterngeldPlus für jeden.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf man beim ElterngeldPlus dazuverdienen, ohne dass es gekürzt wird?

    Ungefähr die Hälfte des Nettoeinkommens vor der Geburt. Wer vorher 2.000 Euro netto hatte, kann in Teilzeit etwa 1.000 Euro netto verdienen und bekommt trotzdem das volle ElterngeldPlus. Die Arbeitszeit darf im Schnitt 32 Stunden pro Woche nicht übersteigen.

    Warum lohnt sich ElterngeldPlus bei Teilzeit mehr als Basiselterngeld?

    Beim Basiselterngeld wird der Teilzeitlohn voll gegengerechnet, das Elterngeld sinkt spürbar. ElterngeldPlus ist ohnehin auf die Hälfte begrenzt und wird dafür doppelt so lange gezahlt. Bis zur Zuverdienstgrenze verlierst du beim ElterngeldPlus deshalb nichts.

    Wie viele Stunden darf man neben dem Elterngeld arbeiten?

    Neben dem Elterngeld dürfen Mütter und Väter im Durchschnitt des Lebensmonats höchstens 32 Stunden pro Woche arbeiten, egal ob Basiselterngeld oder ElterngeldPlus. Für den Partnerschaftsbonus müssen beide Eltern zwischen 24 und 32 Stunden arbeiten.