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Wie viel Kurzarbeitergeld bekomme ich?

Aushang am schwarzen Brett in der Kantine: Ab nächstem Monat Kurzarbeit, die Hälfte der Schichten fällt weg. Die Kollegen am Tisch rechnen schon. Sechzig Prozent, sagt einer. Von was eigentlich?

regelmäßiger Monatslohn, ohne Einmalzahlungen
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Wie viel fällt weg?
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Kind im Haushalt?

Kurzarbeitergeld im Monat

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Sechzig Prozent von einem Rechen-Netto

    Das Kurzarbeitergeld ersetzt einen Teil des Nettolohns, der durch die Kurzarbeit ausfällt. Die Arbeitsagentur nimmt dafür aber nicht dein echtes Netto. Sie bildet zwei pauschalierte Nettolöhne, einen für den Lohn ohne und einen für den Lohn mit Kurzarbeit, und zahlt 60 Prozent der Differenz. Lebt ein Kind im Haushalt, sind es 67 Prozent.

    Das pauschalierte Netto ist das Brutto minus Lohnsteuer, Soli und eine feste Sozialpauschale von 20 Prozent. Kirchensteuer, Zusatzbeitrag der Krankenkasse und Freibeträge auf der Steuerkarte spielen keine Rolle. Die Steuerklasse schon: In Klasse III ist das pauschalierte Netto höher, das Kurzarbeitergeld also auch.

    Kurzarbeitergeld, Stand September 2026
    WasWert 2026
    Leistungssatz ohne Kind60 %
    Leistungssatz mit Kind67 %
    Sozialversicherungspauschale20 %
    Brutto höchstens berücksichtigt8.450 € im Monat
    Höchstdauer bis 31.12.202624 Monate

    Was am Monatsende ankommt

    Auf dem Konto landen zwei Beträge in einer Überweisung: das Netto aus den Stunden, die du noch arbeitest, und das Kurzarbeitergeld. Der Arbeitgeber zahlt beides aus und holt sich das Kurzarbeitergeld von der Arbeitsagentur zurück. Bei 50 Prozent Ausfall bleiben ohne Kind meist um die 80 Prozent des normalen Nettos.

    Manche Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen verpflichten den Arbeitgeber, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Diese Aufstockung ist normaler Lohn und wird versteuert, anders als in den Corona-Jahren.

    Die Steuer kommt später

    Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, zählt aber beim Steuersatz mit. Das Finanzamt rechnet so, als hättest du es verdient, und wendet den höheren Satz auf deinen übrigen Lohn an. Bei mehreren Monaten Kurzarbeit kommen schnell ein paar hundert Euro Nachzahlung zusammen. Leg dir etwas zurück, und gib die Steuererklärung ab, sie ist ab 410 Euro Kurzarbeitergeld im Jahr Pflicht.

    Häufige Fragen

    Wie viel Kurzarbeitergeld bekommt man?

    Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettolohns, mit mindestens einem Kind im Haushalt 67 Prozent. Gerechnet wird mit einem Netto, das die Arbeitsagentur aus Steuerklasse und einer Sozialpauschale von 20 Prozent bildet, nicht mit deinem echten Netto.

    Wie lange gibt es 2026 Kurzarbeitergeld?

    Bis zum 31. Dezember 2026 kann Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate lang gezahlt werden. Ohne neue Verordnung gilt ab 2027 wieder die gesetzliche Höchstdauer von zwölf Monaten.

    Muss man Kurzarbeitergeld versteuern?

    Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen, deshalb kommt es oft zu einer Nachzahlung. Wer mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld im Jahr bekommen hat, muss eine Steuererklärung abgeben.

    Wer zahlt die Sozialversicherung bei Kurzarbeit?

    Für die ausgefallenen Stunden zahlt der Arbeitgeber die Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung allein, auf 80 Prozent des ausgefallenen Lohns. Beschäftigte zahlen Beiträge nur auf den Lohn, den sie noch verdienen. Arbeitslosenversicherung fällt auf das Kurzarbeitergeld nicht an.