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Wie viel Trennungsunterhalt muss ich zahlen?

Seit drei Wochen schläfst du auf dem Sofa eines Freundes, die Wohnung behält sie mit den Kindern. Das Gehalt geht weiter aufs gemeinsame Konto, und irgendwann muss geklärt werden, wer wie viel bekommt. Das erste Schreiben ihrer Anwältin nennt schon eine Zahl.

nach Steuern und Sozialabgaben, Schulden und Altersvorsorge vorher abziehen
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Arbeitet er oder sie?
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Arbeitet er oder sie?
Zahlbetrag nach Abzug des Kindergelds
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5 % Pauschale für berufsbedingte Kosten abziehen?

Trennungsunterhalt im Monat

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026. Werte und Quellen

    Die Quote: 45 Prozent der Differenz

    Während der Trennung sollen beide Partner ungefähr gleich viel zum Leben haben. Wer mehr verdient, gibt dem anderen etwas ab. Weil Arbeit aber auch Kosten und Mühe macht, darf der Erwerbstätige ein Zehntel seines Einkommens vorab behalten, den sogenannten Erwerbstätigenbonus. Heraus kommen 45 Prozent der Differenz beider bereinigter Einkommen. Die früher verbreitete Quote von 3/7 gilt bei keinem Oberlandesgericht mehr.

    Bereinigt heißt: vom Netto gehen berufsbedingte Kosten ab, oft pauschal 5 Prozent, dazu Raten für gemeinsame Schulden und eine angemessene Altersvorsorge. Renten, Mieteinnahmen und andere Einkünfte ohne Arbeit werden hälftig geteilt, ohne Bonus. Auch das mietfreie Wohnen in der eigenen Immobilie zählt als Einkommen.

    Beispiele ohne Kindesunterhalt, beide erwerbstätig
    Zahlender, bereinigtPartner, bereinigtUnterhaltbleibt dem Zahlenden
    2.500 €0 €900 €1.600 €
    3.000 €0 €1.350 €1.650 €
    3.500 €1.200 €1.035 €2.465 €
    4.000 €1.500 €1.125 €2.875 €
    5.000 €2.000 €1.350 €3.650 €

    Kinder zuerst

    Unterhalt für minderjährige Kinder hat Vorrang. Er wird mit dem Zahlbetrag nach der Düsseldorfer Tabelle vom Einkommen abgezogen, bevor der Ehegattenunterhalt berechnet wird. Wie hoch er ist, zeigt der Rechner zum Kindesunterhalt. Reicht das Geld nicht für alle, bekommen zuerst die Kinder, dann der Partner, der Kinder betreut oder lange verheiratet war.

    Der Selbstbehalt

    Wer zahlt, darf gegenüber dem Ehepartner 2026 1.600 Euro im Monat behalten, ohne Arbeit 1.475 Euro. Darin stecken bis zu 580 Euro Warmmiete. Liegt der Unterhalt nach Quote höher, als der Selbstbehalt erlaubt, wird er gekürzt. Diese Grenze liegt über der gegenüber minderjährigen Kindern, weil Kinder Vorrang haben.

    Trennungsunterhalt gibt es ab dem Monat, in dem der Partner ihn schriftlich verlangt, und bis zur Scheidung. Im ersten Trennungsjahr muss der Partner, der bisher nicht gearbeitet hat, in der Regel noch keine Stelle suchen. Danach steigt die Pflicht, selbst zu verdienen.

    Häufige Fragen

    Wie viel Trennungsunterhalt steht einer Ehefrau zu?

    Nach den Leitlinien der Oberlandesgerichte 2026 bekommt der Partner mit dem geringeren Einkommen 45 Prozent der Differenz der bereinigten Erwerbseinkommen. Verdient einer 3.000 Euro und die andere nichts, sind das 1.350 Euro im Monat. Kindesunterhalt wird vorher abgezogen.

    Gilt beim Ehegattenunterhalt noch 3/7?

    Nein. Seit 2022 rechnen alle Oberlandesgerichte mit einem Erwerbstätigenbonus von einem Zehntel, also mit 45 Prozent der Einkommensdifferenz. Die frühere Quote von 3/7 steht nicht mehr in der Düsseldorfer Tabelle.

    Wie viel muss mir beim Trennungsunterhalt bleiben?

    Der Selbstbehalt gegenüber dem Ehepartner beträgt 2026 1.600 Euro im Monat, wenn du arbeitest, und 1.475 Euro, wenn nicht. Darin sind bis zu 580 Euro Warmmiete enthalten. Unter diesen Betrag darf der Unterhalt dich nicht drücken.

    Geht Kindesunterhalt vor Trennungsunterhalt?

    Ja. Unterhalt für minderjährige Kinder steht im ersten Rang und wird mit dem Zahlbetrag vom Einkommen abgezogen, bevor der Ehegattenunterhalt berechnet wird. Reicht das Geld nicht für alle, bekommen zuerst die Kinder ihren Unterhalt.

    Wie lange muss man Trennungsunterhalt zahlen?

    Trennungsunterhalt gibt es von der Trennung bis zur rechtskräftigen Scheidung. Danach gilt der nacheheliche Unterhalt, der nur unter engeren Voraussetzungen besteht, etwa wegen Kinderbetreuung, Alter oder Krankheit, und oft befristet wird.