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Wie viel Hundesteuer zahle ich?

Der Brief vom Steueramt liegt zwischen Werbung und Stromrechnung. Drei Wochen nach dem Einzug der kleinen Hündin will die Stadt wissen, wann sie kam. Und bald auch Geld.

ohne Listenhunde
als gefährlich eingestuft
steht in der Hundesteuersatzung deiner Gemeinde
€
€
0, wenn es keinen eigenen Satz gibt
€

Hundesteuer im Jahr

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Jede Stadt macht ihre eigene Satzung

    Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Der Bund regelt nichts, die Länder nur den Rahmen. Wie viel du zahlst, steht in der Hundesteuersatzung deiner Stadt oder Gemeinde. Unter den 25 größten Städten reicht die Spanne für den ersten Hund von 84 Euro in Augsburg bis 180 Euro in 23.

    Auf dem Land ist es oft deutlich weniger. Der Bund der Steuerzahler NRW listet Gemeinden, die für den ersten Hund keine 50 Euro verlangen. Und ein paar kleine Orte erheben gar keine Hundesteuer.

    Hundesteuer 2026 im Jahr; * bei zwei und mehr Hunden gilt der höhere Satz für jeden Hund
    Stadt1. Hund2. HundweitereListenhund
    Berlin120 €180 €180 €wie normal
    Hamburg90 €90 €90 €600 €
    München100 €100 €100 €800 €
    Köln174 €174 €174 €wie normal
    Frankfurt am Main102 €102 €102 €900 €
    Stuttgart144 €288 €288 €816 €
    Düsseldorf96 €150 €180 €600 €
    Leipzig150 €150 €150 €wie normal
    Dortmund *156 €204 €228 €468 €
    Essen156 €216 €252 €852 €
    Bremen150 €150 €150 €wie normal
    Dresden108 €144 €144 €wie normal
    Hannover150 €276 €276 €720 €
    Nürnberg132 €132 €132 €1.056 €
    Duisburg132 €168 €192 €wie normal
    Bochum168 €192 €216 €wie normal
    Wuppertal160 €288 €288 €1.000 €
    Bielefeld *144 €156 €168 €wie normal
    Bonn *162 €210 €264 €840 €
    Münster *120 €132 €144 €750 €
    Mannheim144 €288 €288 €744 €
    Karlsruhe144 €144 €144 €wie normal
    Augsburg84 €120 €120 €840 €
    Wiesbaden180 €180 €180 €wie normal
    Mönchengladbach *138 €165,60 €207 €720 €

    Zweithund und Listenhund

    Die meisten Städte wollen die Zahl der Hunde klein halten und verlangen für den zweiten mehr. Stuttgart, Mannheim und Wuppertal nehmen das Doppelte. Dortmund, Bonn, Münster, Bielefeld und Mönchengladbach staffeln anders: Wer zwei Hunde hat, zahlt für jeden den höheren Satz, auch für den ersten.

    Für Hunde, die das Landesrecht oder die Satzung als gefährlich einstuft, verlangen viele Städte ein Vielfaches. Welche Rassen das sind, regelt jedes Land selbst. In Berlin, Köln, Leipzig, Bremen und einigen anderen Städten gibt es keinen eigenen Steuersatz. Die Haltung braucht dort aber oft eine Erlaubnis vom Ordnungsamt, und die kostet extra.

    Wer weniger oder nichts zahlt

    Blindenführhunde, Assistenzhunde und geprüfte Rettungshunde sind fast überall steuerfrei. Viele Städte ermäßigen die Steuer für Menschen mit Bürgergeld oder Grundsicherung, Köln zum Beispiel auf 60 Euro. Manche erlassen sie für eine Zeit, wenn der Hund aus dem Tierheim kommt, Berlin etwa für ein Jahr bei Hunden aus einem Berliner Tierheim. Beantragen musst du das jeweils selbst.

    München hat die Erhöhung auf 144 Euro für 2027 beschlossen. Köln hat zum Jahresanfang 2026 nach 22 Jahren von 156 auf 174 Euro erhöht.

    Häufige Fragen

    Wo ist die Hundesteuer in Deutschland am höchsten?

    Unter den 25 größten Städten verlangt 23 mit 180 Euro im Jahr am meisten für den ersten Hund, Augsburg mit 84 Euro am wenigsten. Für Listenhunde reicht die Spanne bis 1.056 Euro in Nürnberg.

    Wie viel Hundesteuer zahlt man für einen zweiten Hund?

    Viele Städte verlangen für den zweiten Hund mehr als für den ersten. In Stuttgart, Mannheim und Wuppertal ist es das Doppelte, in Berlin 180 statt 120 Euro. Hamburg, München und Köln verlangen für jeden Hund denselben Betrag.

    Wie viel Hundesteuer zahlt man für einen Listenhund?

    Für Hunde, die als gefährlich gelten, verlangen viele Städte ein Vielfaches, zum Beispiel Hamburg 600 Euro, München 800 Euro und Frankfurt 900 Euro im Jahr. Berlin, Köln und Leipzig haben keinen eigenen Satz.

    Wann ist die Hundesteuer fällig?

    Meist zahlst du die Hundesteuer vierteljährlich, halbjährlich oder einmal im Jahr, wie es die Stadt im Bescheid festlegt. In Köln sind es zwei Raten im April und Oktober. Anmelden musst du den Hund innerhalb von zwei bis vier Wochen nach dem Einzug.