Fünf Minuten je Lebensmonat
Die bekannteste Faustregel stammt aus Großbritannien: fünf Minuten Spaziergang je Lebensmonat, zweimal am Tag. Ein drei Monate alter Welpe geht also eine Viertelstunde, ein halbjähriger eine halbe Stunde. Das gilt für das Gehen an der Leine. Toben mit anderen Welpen, Schnüffeln im Garten und Spielen in der Wohnung kommen dazu.
Die Zahl ist eine grobe Bremse, keine Messgröße. Welpen hören nicht von selbst auf, wenn sie müde sind. Achte auf Zeichen: Hinsetzen, Hinlegen, Trödeln, plötzliches Beißen in die Leine.
| Alter | je Spaziergang | bei zwei Runden am Tag |
|---|---|---|
| 3 Monate | 15 Minuten | 30 Minuten |
| 4 Monate | 20 Minuten | 40 Minuten |
| 5 Monate | 25 Minuten | 50 Minuten |
| 6 Monate | 30 Minuten | 60 Minuten |
| 8 Monate | 40 Minuten | 80 Minuten |
| 10 Monate | 50 Minuten | 100 Minuten |
| 12 Monate | 60 Minuten | 120 Minuten |
Was die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt
Die Verordnung schreibt keine Minuten vor. Stattdessen verlangt sie ausreichend Auslauf im Freien, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheit. Konkret wird sie bei den Jüngsten: Ein Welpe darf erst mit über 8 Wochen von der Mutter getrennt werden. Und bis zur 20. Woche braucht er mindestens 4 Stunden am Tag Umgang mit seinem Menschen.
Wer einen Welpen aufnimmt, plant deshalb die ersten Wochen Urlaub oder Homeoffice ein. Allein bleiben lernt ein Hund in kleinen Schritten, zuerst ein paar Minuten, dann länger.
Große Rassen und Treppen
Bei großen, schweren Rassen wachsen Knochen und Gelenke länger, oft bis weit ins zweite Jahr. Lange Joggingrunden, Fahrradfahren und viel Springen warten bis dahin. Frag bei Rassen mit Neigung zu Hüftdysplasie deine Tierärztin, ab wann du steigern kannst.