Zuerst die Nebenkosten
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, dazu oft ein Makler: Diese Kosten fallen beim Kauf sofort an und erhöhen den Wert des Hauses nicht. Deshalb soll dein Eigenkapital mindestens sie decken. In Bayern kommen ohne Makler rund 5,5 Prozent zusammen, in Nordrhein-Westfalen mit Makler 12,1 Prozent.
Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das schnell 40.000 Euro, bevor ein einziger Stein dir gehört.
Dann ein Teil vom Kaufpreis
Banken rechnen mit dem Beleihungswert, der meist etwas unter dem Kaufpreis liegt. Je weniger sie davon finanzieren müssen, desto besser der Zins. Die günstigsten Konditionen gibt es oft erst ab 20 bis 40 Prozent Eigenkapital am Kaufpreis. Als Faustregel gelten deshalb die Nebenkosten plus 20 bis 30 Prozent.
Weniger geht auch. Mit gutem Einkommen finanzieren Banken bis 100 Prozent des Kaufpreises, manche sogar die Nebenkosten mit. Der Zinsaufschlag dafür summiert sich über die Jahre auf viele Tausend Euro.
Was als Eigenkapital zählt
- Guthaben auf Giro, Tagesgeld und Festgeld
- Wertpapiere und Fonds, meist mit einem Abschlag für Kursrisiken
- Bausparguthaben
- ein eigenes, schuldenfreies Grundstück
- Schenkungen der Eltern oder ein privates Darlehen ohne feste Tilgung
- Eigenleistung beim Bau, wenn die Bank sie anerkennt