Die Pauschale je Quadratmeter
Den Wert von allem, was in einer Wohnung steht, schätzt kaum jemand richtig. Deshalb bieten fast alle Versicherer eine Pauschale an: 650 bis 750 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, so beschreibt es der Versichererverband GDV. Setzt du die Summe so fest, verzichtet der Versicherer meist auf den Einwand der Unterversicherung.
| Wohnfläche | Summe bei 650 €/m² | bei 750 €/m² |
|---|---|---|
| 40 m² | 26.000 € | 30.000 € |
| 60 m² | 39.000 € | 45.000 € |
| 80 m² | 52.000 € | 60.000 € |
| 100 m² | 65.000 € | 75.000 € |
| 120 m² | 78.000 € | 90.000 € |
Die Pauschale passt für normale Einrichtungen. Wer teure Möbel, Kunst, viel Technik, Instrumente oder eine große Uhrensammlung hat, liegt schnell darüber. Dann lohnt sich eine Liste, am besten mit Fotos und Kaufbelegen. Zählen darf dabei der Neupreis, nicht der Zeitwert.
Was Unterversicherung kostet
Ist die Summe zu niedrig und fehlt der Verzicht, kürzt der Versicherer jeden Schaden im selben Verhältnis. Das steht in § 75 des Versicherungsvertragsgesetzes. Ein Beispiel: Dein Hausrat ist 60.000 Euro wert, versichert sind 42.000 Euro. Nach einem Wasserschaden über 10.000 Euro bekommst du nur 7.000 Euro. Das gilt auch für kleine Schäden, nicht erst beim Totalverlust.
Mit den Jahren wächst die Lücke oft von selbst: Die Wohnung wird größer, die Einrichtung teurer. Viele Verträge passen die Summe mit einem Index an. Nach einem Umzug musst du die neue Wohnfläche aber selbst melden.
Wertsachen und Fahrräder
Schmuck, Bargeld, Uhren und Wertpapiere sind nur bis zu einer Grenze versichert, meist ein fester Anteil der Versicherungssumme, für Bargeld deutlich weniger. Fahrräder sind gegen Diebstahl von unterwegs oft nur mit einem Zusatzbaustein versichert. Schau in die Bedingungen, bevor du etwas Teures kaufst.