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Wie viel Luftfeuchtigkeit ist in der Wohnung normal?

Januar, sieben Uhr morgens. Die Fensterscheibe im Schlafzimmer ist unten beschlagen, in der Ecke hinter dem Schrank riecht es muffig. Das Hygrometer auf der Kommode zeigt 68 Prozent.

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mit einem Infrarot-Thermometer an Außenecke oder Fensterlaibung messen
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Taupunkt der Raumluft

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Die Wand zählt, nicht der Raum

    Warme Luft kann mehr Wasser tragen als kalte. Trifft Raumluft auf eine kühle Außenwand, kühlt sie dort ab, und ihre relative Feuchte steigt. Schimmel wächst, wenn die Feuchte an der Oberfläche dauerhaft rund 80 Prozent erreicht, auch wenn das Hygrometer im Raum harmlose 60 Prozent zeigt. Nasse Scheiben oder Tropfen gibt es erst, wenn die Fläche unter den Taupunkt fällt.

    Deshalb fragt der Rechner nach der Temperatur an der kältesten Stelle. Außenecken, Fensterlaibungen und Wände hinter Schränken sind im Winter oft einige Grad kälter als der Raum, in schlecht gedämmten Altbauten besonders.

    Was das Umweltbundesamt empfiehlt

    Im Wohnraum gelten 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte als gut. Steigt der Wert über Tage und Wochen darüber, kann Schimmel schon nach wenigen Tagen wachsen. Liegt die Feuchte direkt an der Wand über 80 Prozent, rät das Amt, mehrmals täglich stoßzulüften.

    Ein Haushalt mit drei Personen gibt am Tag etliche Liter Wasser an die Luft ab, durch Atmen, Kochen, Duschen und Wäsche. Das muss hinaus, und das schafft nur Lüften oder eine Lüftungsanlage.

    Richtig lüften

    Häufige Fragen

    Wie viel Luftfeuchtigkeit ist in der Wohnung normal?

    Das Umweltbundesamt empfiehlt 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Dauerhaft sollte das Hygrometer nicht mehr als 70 Prozent zeigen, sonst steigt das Schimmelrisiko.

    Ab welcher Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel?

    Es kommt auf die Feuchte direkt an der Oberfläche an, nicht im Raum. Nach dem Umweltbundesamt kann Schimmel wachsen, wenn sie an einer Wand dauerhaft bei rund 80 Prozent liegt. Das passiert an kalten Außenwänden schon bei normaler Raumluft.

    Was ist der Taupunkt?

    Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft so viel Wasserdampf enthält, wie sie maximal halten kann. Kühlt Luft an einer kalten Fläche darunter ab, schlägt sich Wasser nieder, etwa an Fensterscheiben oder in Zimmerecken. Bei 20 Grad und 50 Prozent Luftfeuchte liegt er bei rund 9 Grad.

    Welche Luftfeuchtigkeit ist im Schlafzimmer normal?

    Auch im Schlafzimmer gelten 40 bis 60 Prozent als gut. Weil Schlafzimmer oft kühler sind und nachts viel Feuchte entsteht, liegt der Wert morgens häufig höher. Dann hilft Stoßlüften direkt nach dem Aufstehen.