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Wie viel unbezahlten Urlaub kann man nehmen, und was kostet er?

Drei Wochen Neuseeland, der Flug ist gebucht, aber der Resturlaub reicht nur für zwei. Die dritte Woche willst du unbezahlt nehmen. Die Chefin hat nichts dagegen. Die Frage ist, was es dich kostet.

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Kinder?

Weniger netto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Kein Anspruch, aber oft ein Ja

    Unbezahlten Urlaub kennt das Bundesurlaubsgesetz nicht. Er ist eine Absprache: Du arbeitest nicht, der Arbeitgeber zahlt nicht. Wie lang er sein darf, legt ihr gemeinsam fest, eine Obergrenze gibt es nicht. Halt sie schriftlich fest, mit Beginn und Ende.

    Einen echten Anspruch auf unbezahlte Freistellung gibt es nur in wenigen Fällen, etwa in der Elternzeit, in der Pflegezeit für Angehörige oder für kurze Zeit bei einem akuten Pflegefall. Manche Tarifverträge sehen Sonderurlaub ohne Bezüge ausdrücklich vor, der öffentliche Dienst zum Beispiel aus wichtigem Grund.

    Ein Monat bleibt versichert

    Für die Sozialversicherung gilt die Beschäftigung ohne Lohn bis zu einem Monat als fortbestehend. So lange bist du weiter kranken-, pflege-, renten- und arbeitslosenversichert, ohne Beiträge. Dauert die Auszeit länger, endet die Pflichtversicherung nach dem ersten Monat.

    Für längere Pausen brauchst du einen Plan für die Krankenversicherung: über den Ehepartner in der Familienversicherung, wenn dein Einkommen niedrig genug ist, sonst freiwillig mit eigenem Beitrag. Für Reisen ins Ausland kommt eine Auslandsreise-Krankenversicherung dazu.

    Weniger Lohn, weniger Urlaub

    Der Arbeitgeber zieht für jeden unbezahlten Tag einen Tageslohn ab. Er rechnet meist so: Monatsgehalt mal drei, geteilt durch 13 Wochen, geteilt durch die Arbeitstage pro Woche. Netto fehlt dir weniger, weil auch Steuer und Beiträge sinken.

    Seit einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2019 kürzt unbezahlter Sonderurlaub außerdem den Erholungsurlaub. Wer ein halbes Jahr Sabbatical nimmt, hat im selben Jahr nur noch etwa den halben Jahresurlaub. Bei einer Woche macht das weniger als einen Tag aus.

    Häufige Fragen

    Wie viel unbezahlten Urlaub darf man nehmen?

    Eine gesetzliche Grenze gibt es nicht, aber auch keinen Anspruch. Unbezahlter Urlaub ist eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, von einzelnen Tagen bis zu einem Sabbatical über Monate. Einen gesetzlichen Anspruch auf unbezahlte Freistellung gibt es nur in Sonderfällen wie Pflegezeit oder Elternzeit.

    Ist man bei unbezahltem Urlaub krankenversichert?

    Einen Monat lang bleibt die Pflichtversicherung ohne Beitrag bestehen, weil die Beschäftigung so lange als fortbestehend gilt. Dauert der unbezahlte Urlaub länger, endet sie. Dann brauchst du eine Familienversicherung oder eine freiwillige Versicherung.

    Verringert unbezahlter Urlaub den Jahresurlaub?

    Ja. Für Zeiten unbezahlten Sonderurlaubs entsteht nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kein Anspruch auf Erholungsurlaub. Der Jahresurlaub wird anteilig nach den ausgefallenen Arbeitstagen gekürzt.