Wochenstunden durch Arbeitstage
Die Rechnung ist schlicht. Ein Urlaubstag ist so viel wert wie dein durchschnittlicher Arbeitstag, also Wochenstunden geteilt durch Arbeitstage. Bei 40 Stunden an fünf Tagen sind das acht Stunden, bei 39 Stunden 7,8 Stunden, bei 38,5 Stunden 7,7.
Arbeitest du an manchen Tagen länger als an anderen, gibt es zwei Wege. Entweder zählt jeder Urlaubstag mit dem Durchschnitt, dann ist der kurze Freitag ein gutes Geschäft für dich und der lange Montag ein schlechtes. Oder der Betrieb rechnet den Urlaub in Stunden und zieht genau die Stunden ab, die an diesem Tag geplant waren. Unterm Strich kommst du in beiden Fällen auf dieselbe freie Zeit im Jahr.
| Arbeitszeit | je Urlaubstag | Stunden:Minuten |
|---|---|---|
| 40 h an 5 Tagen | 8 h | 8:00 |
| 39 h an 5 Tagen | 7,8 h | 7:48 |
| 38,5 h an 5 Tagen | 7,7 h | 7:42 |
| 35 h an 5 Tagen | 7 h | 7:00 |
| 32 h an 4 Tagen | 8 h | 8:00 |
| 38 h an 4 Tagen | 9,5 h | 9:30 |
| 20 h an 5 Tagen | 4 h | 4:00 |
| 20 h an 3 Tagen | 6,67 h | 6:40 |
Vier-Tage-Woche und Schichtdienst
Wer an weniger Tagen arbeitet, bekommt weniger Urlaubstage, aber jeder Tag zählt mehr Stunden. Kürzere Woche, längere Tage. Aus 30 Tagen in der Fünftagewoche werden 24 Tage in der Viertagewoche. Bei 38 Stunden an vier Tagen ist jeder davon 9,5 Stunden wert. Die freie Zeit im Jahr bleibt gleich: sechs Wochen.
Im Schichtdienst wechseln die Dienste oft zwischen sechs, acht und zwölf Stunden. Viele Kliniken und Betriebe führen den Urlaub deshalb als Stundenkonto. Rechne dann mit den Wochenstunden laut Vertrag und den Arbeitstagen, die du im Schnitt pro Woche hast. Bei 38,5 Stunden an im Schnitt vier Diensten pro Woche sind das 9,6 Stunden je Urlaubstag.