Kein Gesetz, aber eine klare Empfehlung
Für Autoreifen schreibt das Gesetz kein Höchstalter vor. Es zählt nur das Profil, mindestens 1,6 Millimeter, und das misst du auf der Seite zur Profiltiefe. Trotzdem altert Gummi. Die Weichmacher verfliegen, die Mischung wird hart, und ein harter Reifen greift auf nasser Straße schlechter.
Der ADAC rät, Winterreifen nach spätestens 8 Jahren zu ersetzen, Sommerreifen nach 8 bis 10 Jahren. Winterreifen trifft es früher, weil ihre weiche Mischung gerade bei Kälte arbeiten muss. Bei der Hauptuntersuchung gibt es keine feste Altersgrenze. Risse in der Flanke sind aber ein Mangel.
So liest du die DOT-Nummer
Auf der Flanke steht eine längere Kennung, die mit DOT beginnt. Nur der letzte Block zählt. Er hat vier Ziffern und steht oft in einem kleinen Oval. Die ersten beiden sind die Kalenderwoche, die letzten beiden das Jahr.
1019 heißt also 10. Woche 2019. Oft steht die Nummer nur auf einer Seite des Reifens. Findest du sie nicht, schau auf der Innenseite nach, wenn das Rad abmontiert ist.
Beim Kauf und beim Anhänger
Auch ein Neureifen kann schon Jahre im Lager gelegen haben. Älter als 2 Jahre sollte er beim Kauf nicht sein, sagt der ADAC. Schau also gleich bei der Montage auf die Ziffern.
Eine echte Grenze gibt es nur beim Anhänger. Für die Tempo-100-Zulassung müssen seine Reifen jünger als 6 Jahre sein, sonst gilt wieder 80 km/h. Mehr dazu bei Tempo 100 mit Anhänger.