Umstecken oder aufziehen
Hast du zwei komplette Radsätze, jeder mit eigener Felge, ist der Wechsel schnell gemacht. Die Werkstatt schraubt die Räder ab und die anderen an, das dauert eine Viertelstunde bis eine halbe Stunde. Dafür verlangen Werkstätten etwa 20 bis 40 Euro. Der ADAC beobachtet aber, dass Rechnungen mit Posten wie „Radnaben reinigen und konservieren“ schnell auf 100 Euro und mehr steigen.
Teurer wird es, wenn nur ein Satz Felgen da ist. Dann zieht die Werkstatt die alten Reifen ab, die neuen auf und wuchtet jedes Rad aus. Das dauert länger, und der Preis hängt an Felge und Reifengröße.
| Felge | Aufziehen und Wuchten, 4 Reifen |
|---|---|
| Stahlfelgen bis 16 Zoll | 60 bis 80 € |
| Alufelgen bis 18 Zoll | 80 bis 100 € |
| Alufelgen ab 19 Zoll | 100 bis 140 € |
| Runflat, Niederquerschnitt | 120 bis 160 € |
Was auf der Rechnung dazukommt
- Reifendrucksensoren anlernen: laut ADAC 20 bis 50 Euro, nur bei direktem RDKS nötig
- Altreifen entsorgen: etwa 2 bis 4 Euro je Reifen
- Einlagerung: 40 bis 80 Euro im Jahr, manchmal 100 Euro
- Radwäsche, Ventile, Nabenpflege: je nach Werkstatt
Seit November 2014 haben alle neu zugelassenen Pkw ein Reifendruckkontrollsystem. Bei der indirekten Variante sitzen keine Sensoren im Rad, das Auto erkennt Druckverlust an der Raddrehzahl. Trotzdem stellen manche Werkstätten auch dafür bis zu 20 Euro in Rechnung.
Wo du sparen kannst
Frag vor dem Termin nach einem Festpreis und sag dazu, was du nicht brauchst. Wuchten ist beim reinen Umstecken nicht jedes Mal nötig. Kompletträder, die du vorher selbst gewaschen hast, brauchen keine Radwäsche. Und wer Platz in Keller oder Garage hat, spart die Einlagerung.
Der ADAC rät, auch kleinere Werkstätten, Ketten oder die Tankstelle um die Ecke zu fragen. Manche machen den Wechsel noch für 50 Euro, alles inklusive.