Bezahlt wird die Arbeitszeit
Ein Zahnriemensatz aus Markenzubehör kostet 80 bis 150 Euro. Mit Wasserpumpe, Dichtung und Kühlmittel sind es 150 bis 250 Euro. Der Rest ist Lohn. Je nach Motor braucht die Werkstatt 2 bis 5 Stunden, bei engen Motorräumen auch länger. Bei manchen Motoren muss dafür ein halber Vorderwagen raus.
| Klasse | mit Wasserpumpe |
|---|---|
| Kleinwagen Fiat 500, VW Polo | 350 bis 600 € |
| Kompaktklasse VW Golf, Ford Focus | 550 bis 900 € |
| Mittelklasse, Kombi Audi A4, VW Passat | 750 bis 1.200 € |
| Van, SUV VW Sharan, Volvo XC90 | 900 bis 1.600 € |
Wie viel ein Stundensatz ausmacht, zeigt die Rechnung. Bei 3,5 Stunden liegen zwischen einem Markenbetrieb mit 155 € und einer freien Werkstatt mit 90 € pro Stunde schon 228 €.
Wann der Wechsel fällig ist
Die Hersteller schreiben den Wechsel nach Kilometern und nach Jahren vor. Üblich sind 120.000 bis 210.000 Kilometer oder 6 bis 10 Jahre. Die Jahre gelten auch für Wenigfahrer, denn Gummi härtet mit der Zeit aus und wird rissig. Einen Riss kündigt der Riemen nicht an, er reißt einfach.
Viele Motoren haben statt eines Riemens eine Steuerkette aus Metall. Die Kette ist in der Regel wartungsfrei. Ob dein Auto Riemen oder Kette hat, steht im Serviceheft oder im Wartungsplan des Herstellers.
Wasserpumpe gleich mit
In den meisten Motoren läuft die Wasserpumpe über den Zahnriemen. Um an sie heranzukommen, muss die Werkstatt ohnehin alles zerlegen. Tauscht sie die Pumpe nicht mit und die geht später kaputt, zahlst du die Arbeitszeit noch einmal. Die Pumpe allein kostet dagegen nur einen kleinen Teil der Rechnung.