Der Rucksack aus der Fabrik
Für Zellen, Kathoden und Gehäuse eines Akkus braucht es viel Energie. Das Umweltbundesamt setzt dafür 84 Kilogramm CO₂-Äquivalente je Kilowattstunde Kapazität an. Ein 60-kWh-Akku bringt so rund 5 Tonnen mehr mit, bevor das Auto einen Meter gefahren ist.
Auf der Straße holt das E-Auto auf. Ein Benziner mit 7 Litern stößt je Kilometer 166 Gramm CO₂ aus, ein E-Auto mit 18 Kilowattstunden verursacht im deutschen Strommix 62 Gramm. Aus dem Unterschied von 104 Gramm je Kilometer ergibt sich, wann der Akku ausgeglichen ist.
| Akku | Mehr-CO₂ Herstellung | ausgeglichen nach |
|---|---|---|
| 40 kWh | 3,4 t | 32.000 km |
| 60 kWh | 5 t | 48.000 km |
| 80 kWh | 6,7 t | 65.000 km |
| 100 kWh | 8,4 t | 81.000 km |
Die große Studie kommt zum selben Ergebnis
Das ifeu hat für das Umweltbundesamt den ganzen Lebensweg durchgerechnet, mit Herstellung, Kraftstoff, Strom, Wartung und Entsorgung. Für Autos der Kompaktklasse mit Baujahr 2020 und 220.000 Kilometern Laufleistung stehen dort 238 Gramm je Kilometer für den Benziner, 239 für den Diesel und 140 für das Elektroauto mit 55-kWh-Akku. Gerechnet ist das mit dem Strommix von 2020, der seitdem sauberer geworden ist.
Der Rechner hier ist einfacher. Er zählt nur, was aus dem Auspuff kommt, den Strom aus der Steckdose und den Akku. Die übrige Herstellung setzt er bei beiden Autos gleich.
Wer wenig fährt, spart wenig
Bei 5.000 Kilometern im Jahr braucht der Akku viele Jahre, bis er eingefahren ist. Pendelst du täglich, geht es schnell. Lädst du zu Hause mit eigenem Solarstrom, fällt der Wert für die Fahrt fast auf null, und der Vorsprung wächst mit jedem Kilometer. Was das Laden kostet, zeigt der Ladekostenrechner.