Sommer hui, Winter pfui
Eine Solaranlage liefert in Deutschland im Jahr rund 950 Kilowattstunden je Kilowatt Peak. Verteilt ist das sehr ungleich: Ein Julitag bringt etwa sechs- bis siebenmal so viel wie ein Dezembertag. Auf dem Wohnmobil liegen die Module meist flach, das kostet vor allem im Winter, wenn die Sonne tief steht. Laderegler, Kabel und Akku schlucken noch einmal rund ein Fünftel.
| Monat | 100 Wp | 200 Wp | 400 Wp |
|---|---|---|---|
| Januar | 50 Wh | 100 Wh | 210 Wh |
| März | 170 Wh | 330 Wh | 670 Wh |
| April | 240 Wh | 470 Wh | 950 Wh |
| Mai | 280 Wh | 560 Wh | 1.130 Wh |
| Juli | 280 Wh | 560 Wh | 1.130 Wh |
| September | 200 Wh | 410 Wh | 820 Wh |
| Oktober | 150 Wh | 290 Wh | 580 Wh |
| Dezember | 40 Wh | 80 Wh | 170 Wh |
Die Werte gelten für einen durchschnittlichen Tag. An einem wolkenlosen Junitag kann das Doppelte zusammenkommen, an einem verregneten nur ein Bruchteil. In Südfrankreich, Spanien oder Italien liefern dieselben Module im Frühjahr und Herbst deutlich mehr.
Was im Wohnmobil Strom braucht
- Kompressorkühlbox: 300 bis 400 Wh am Tag, im Hochsommer mehr
- Absorberkühlschrank auf 12 Volt: ein Vielfaches davon, fahr ihn am Stellplatz mit Gas
- LED-Licht: 30 bis 60 Wh
- Wasserpumpe: 20 bis 40 Wh
- Handys, Laptop, Router: 100 bis 250 Wh
- Heizungsgebläse im Winter: 100 bis 300 Wh
Kaffeemaschine, Föhn und Induktionsplatte laufen über einen Wechselrichter und ziehen den Akku schnell leer. Eine Kaffeemaschine mit 1.000 Watt kostet für eine Kanne gut 100 Wattstunden.
Akku: Lithium oder AGM
Lithium-Eisenphosphat-Akkus kosten mehr, lassen sich aber zu rund 90 Prozent entladen, halten Tausende Zyklen und wiegen etwa die Hälfte. Ein AGM-Akku sollte nur zur Hälfte entladen werden, für dieselbe nutzbare Energie brauchst du fast doppelt so viele Amperestunden. Der Rechner zeigt beide Größen. Ein MPPT-Laderegler holt aus den Modulen mehr heraus als ein einfacher Regler, vor allem bei Kälte und Teilschatten.