Teuer wird der Dispo durch die Dauer
Ein paar Tage im Minus kosten wenig. Bei 9,32 Prozent Zins, dem Durchschnitt der Zinsstatistik (Stand September 2026), macht ein Tag mit 1.000 Euro Minus nur 0,26 € aus. Teuer wird es, wenn das Minus zum Dauerzustand wird. Dann zahlst du Jahr für Jahr Zinsen, ohne dass der Betrag kleiner wird.
| Minus | Zinsen im Monat | Zinsen im Jahr |
|---|---|---|
| 500 € | 3,88 € | 47 € |
| 1.000 € | 7,77 € | 93 € |
| 2.000 € | 15,53 € | 186 € |
| 5.000 € | 38,83 € | 466 € |
Der Durchschnitt enthält auch Kreditkartenkredite. Einzelne Banken verlangen für den Dispo deutlich mehr. Den Satz muss deine Bank im Preisaushang und auf ihrer Website nennen.
Wann du den Dispo ablösen solltest
Kommst du seit Monaten nicht ins Plus, rechne einen Ratenkredit dagegen. Der Durchschnittszins für neue Konsumentenkredite liegt bei 7,05 Prozent, und die feste Rate zwingt dich, das Minus in einer festen Zeit loszuwerden. Beim Dispo fehlt dieser Zwang.
Und jenseits des Rahmens? Teurer. Für die geduldete Überziehung schlagen viele Banken ein paar Prozentpunkte auf. Die Bank darf solche Buchungen auch ablehnen, dann platzen Lastschriften mit Rücklastschriftgebühren.