Das Gesetz kennt keine Grenze, deine Bank schon
Überweisen darfst du jede Summe, die du hast. Was dich bremst, ist das Limit im Online-Banking. Es schützt dich, falls Betrüger Zugriff auf dein Konto bekommen. Das Limit änderst du meist selbst in den Einstellungen, oft auch nur für einen Tag. Für eine Erhöhung fragt die Bank eine zusätzliche Freigabe ab. Am Schalter oder mit einem unterschriebenen Überweisungsträger geht auch mehr.
Beim Hauskauf oder Autokauf beim Händler lohnt es sich, das Limit ein paar Tage vorher anzupassen. Manche Banken schalten die Erhöhung nicht sofort frei.
Wie schnell das Geld ankommt
Eine normale Überweisung muss spätestens am nächsten Geschäftstag beim Empfänger sein. Wochenenden und Feiertage zählen nicht, eine Zahlung vom Freitagabend kommt also oft erst am Montag an. Die Echtzeitüberweisung braucht zehn Sekunden, auch nachts. Seit Oktober 2025 muss jede Bank im Euroraum sie anbieten, und zwar zum Preis einer normalen Überweisung.
Neu ist seitdem auch die Empfängerüberprüfung. Die Bank gleicht den Namen mit der IBAN ab und warnt dich, wenn beides nicht zusammenpasst. Nimm die Warnung ernst, besonders bei großen Summen.
Meldung an die Bundesbank
Schickst du mehr als 50.000 Euro ins Ausland oder bekommst du so viel von dort, verlangt die Außenwirtschaftsverordnung eine Meldung an die Bundesbank. Das betrifft auch Privatleute, etwa beim Kauf einer Ferienwohnung in Spanien. Eine Erlaubnis brauchst du nicht, die Zahlen gehen in die Statistik.