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Wie viel Geld darf man überweisen?

Der Notar hat den Kaufvertrag verlesen, der Anteil für die Wohnung soll heute raus: 60.000 Euro. Im Online-Banking erscheint eine rote Zeile: Tageslimit 10.000 Euro.

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steht im Online-Banking
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Wohin geht das Geld?

Tage bei deinem Limit

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Das Gesetz kennt keine Grenze, deine Bank schon

    Überweisen darfst du jede Summe, die du hast. Was dich bremst, ist das Limit im Online-Banking. Es schützt dich, falls Betrüger Zugriff auf dein Konto bekommen. Das Limit änderst du meist selbst in den Einstellungen, oft auch nur für einen Tag. Für eine Erhöhung fragt die Bank eine zusätzliche Freigabe ab. Am Schalter oder mit einem unterschriebenen Überweisungsträger geht auch mehr.

    Beim Hauskauf oder Autokauf beim Händler lohnt es sich, das Limit ein paar Tage vorher anzupassen. Manche Banken schalten die Erhöhung nicht sofort frei.

    Wie schnell das Geld ankommt

    Eine normale Überweisung muss spätestens am nächsten Geschäftstag beim Empfänger sein. Wochenenden und Feiertage zählen nicht, eine Zahlung vom Freitagabend kommt also oft erst am Montag an. Die Echtzeitüberweisung braucht zehn Sekunden, auch nachts. Seit Oktober 2025 muss jede Bank im Euroraum sie anbieten, und zwar zum Preis einer normalen Überweisung.

    Neu ist seitdem auch die Empfängerüberprüfung. Die Bank gleicht den Namen mit der IBAN ab und warnt dich, wenn beides nicht zusammenpasst. Nimm die Warnung ernst, besonders bei großen Summen.

    Meldung an die Bundesbank

    Schickst du mehr als 50.000 Euro ins Ausland oder bekommst du so viel von dort, verlangt die Außenwirtschaftsverordnung eine Meldung an die Bundesbank. Das betrifft auch Privatleute, etwa beim Kauf einer Ferienwohnung in Spanien. Eine Erlaubnis brauchst du nicht, die Zahlen gehen in die Statistik.

    Häufige Fragen

    Gibt es eine Obergrenze für Überweisungen?

    Nein, gesetzlich kannst du jede Summe überweisen, die auf deinem Konto liegt. Grenzen setzt nur deine Bank mit dem Tageslimit im Online-Banking. Das kannst du meist selbst ändern oder für eine große Zahlung am Schalter umgehen.

    Erfährt das Finanzamt von großen Überweisungen?

    Nein, von sich aus meldet die Bank Überweisungen im Inland nicht ans Finanzamt. Verdächtige Zahlungen gehen an die Geldwäsche-Meldestelle FIU. Schenkungen musst du selbst dem Finanzamt anzeigen, auch wenn sie steuerfrei bleiben.

    Wie lange dauert eine Überweisung?

    Eine normale Überweisung muss spätestens am nächsten Geschäftstag beim Empfänger ankommen, auf Papier einen Tag später. Eine Echtzeitüberweisung ist in wenigen Sekunden da, rund um die Uhr. Sie darf seit Oktober 2025 nicht mehr kosten als die normale Überweisung.

    Wann muss man eine Überweisung ins Ausland melden?

    Zahlungen von oder an Empfänger im Ausland über 50.000 Euro musst du der Bundesbank melden, bis zum siebten Werktag des folgenden Monats. Ausgenommen sind Zahlungen für Waren und kurzfristige Kredite. Die Meldung geht online über das Portal der Bundesbank.