Es zählt, wofür das Geld war
Das Finanzamt fragt nicht, ob du Zinsen zahlst, sondern wofür der Kredit verwendet wurde. Bringt er dir Einnahmen? Dann sind die Zinsen Werbungskosten oder Betriebsausgaben, ob für eine vermietete Wohnung, ein Arbeitsmittel oder das Darlehen für deine eigene Firma. Für das selbst bewohnte Haus, den Urlaub oder das private Auto gibt es nichts.
Wie viel du sparst, hängt an deinem Grenzsteuersatz. Bei 35 Prozent bringen 7.200 Euro Zinsen rund 2.500 Euro Steuerersparnis. Die übrigen zwei Drittel zahlst du selbst. Welcher Satz für dich gilt, zeigt die Seite zum Spitzensteuersatz.
Gemischte Nutzung
Wohnst du im Erdgeschoss und vermietest das Obergeschoss, teilst du die Zinsen nach der Wohnfläche auf. Nur der vermietete Anteil zählt. Hast du für den vermieteten Teil einen eigenen Kredit aufgenommen und ihm direkt zugeordnet, darfst du dessen Zinsen voll ansetzen. Das lohnt sich schon bei der Finanzierung zu planen.