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Wie viel Zinsen kann man von der Steuer absetzen?

Die kleine Wohnung in der Nachbarstadt ist gekauft, der Mieter zieht nächsten Monat ein. Die Bank bekommt dafür jeden Monat 600 Euro Zinsen. Der Kollege meint, das hole man sich über die Steuer größtenteils zurück.

Wofür ist der Kredit?
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Steuer auf den letzten verdienten Euro, zwischen 14 und 45 %
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Steuerersparnis

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Es zählt, wofür das Geld war

    Das Finanzamt fragt nicht, ob du Zinsen zahlst, sondern wofür der Kredit verwendet wurde. Bringt er dir Einnahmen? Dann sind die Zinsen Werbungskosten oder Betriebsausgaben, ob für eine vermietete Wohnung, ein Arbeitsmittel oder das Darlehen für deine eigene Firma. Für das selbst bewohnte Haus, den Urlaub oder das private Auto gibt es nichts.

    Wie viel du sparst, hängt an deinem Grenzsteuersatz. Bei 35 Prozent bringen 7.200 Euro Zinsen rund 2.500 Euro Steuerersparnis. Die übrigen zwei Drittel zahlst du selbst. Welcher Satz für dich gilt, zeigt die Seite zum Spitzensteuersatz.

    Gemischte Nutzung

    Wohnst du im Erdgeschoss und vermietest das Obergeschoss, teilst du die Zinsen nach der Wohnfläche auf. Nur der vermietete Anteil zählt. Hast du für den vermieteten Teil einen eigenen Kredit aufgenommen und ihm direkt zugeordnet, darfst du dessen Zinsen voll ansetzen. Das lohnt sich schon bei der Finanzierung zu planen.

    Häufige Fragen

    Kann man die Zinsen für das eigene Haus absetzen?

    Nein, solange du selbst darin wohnst. Zinsen für selbst genutztes Wohneigentum sind private Kosten. Vermietest du einen Teil, etwa die Einliegerwohnung, sind die Zinsen für diesen Teil absetzbar.

    Wie viel Zinsen kann man bei einer vermieteten Wohnung absetzen?

    Alle Zinsen für den Kredit, mit dem du die Wohnung gekauft oder saniert hast, ohne Obergrenze. Die Zinsen zählen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung. Die Tilgung zählt nicht, an ihre Stelle tritt die Abschreibung des Gebäudes.

    Kann ich die Zinsen für einen Autokredit absetzen?

    Nur wenn du das Auto beruflich nutzt, und dann nur für den beruflichen Anteil. Für ein privat genutztes Auto bringen die Zinsen steuerlich nichts.