Die Grenze hängt am Körpergewicht
Für gesunde Erwachsene gelten nach der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit bis 400 Milligramm Koffein am Tag als unbedenklich, auf einmal bis 200. Schwangere und Stillende sollten unter 200 Milligramm bleiben. Für Kinder und Jugendliche gibt es keine feste Zahl, sondern 3 Milligramm pro Kilo Körpergewicht. Ein 50 Kilo schwerer Teenager kommt damit auf 150 Milligramm, weniger als ein halber Liter Energy Drink.
Die großen Dosen mit 500 Millilitern sind für viele Jugendliche also schon allein zu viel. Und oft bleibt es nicht bei einer. Dazu kommt, dass Energy Drinks oft schnell, in großen Mengen und beim Zocken oder beim Sport getrunken werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung berichtet von Herzrasen, Unruhe und Kreislaufproblemen, vor allem wenn mehrere Dosen zusammenkommen oder Alkohol dazu.
| Getränk | je 100 ml | Portion | je Portion |
|---|---|---|---|
| Filterkaffee | 45 mg | Tasse, 200 ml | 90 mg |
| Espresso | 133 mg | Espresso, 60 ml | 80 mg |
| Schwarzer Tee | 22,5 mg | Tasse, 200 ml | 45 mg |
| Grüner Tee | 15 mg | Tasse, 200 ml | 30 mg |
| Eistee | 5,6 mg | Flasche, 500 ml | 28 mg |
| Cola | 10,6 mg | Dose, 330 ml | 35 mg |
| Mate-Limonade | 20 mg | Flasche, 500 ml | 100 mg |
| Energy Drink | 32 mg | Dose, 250 ml | 80 mg |
Die Werte schwanken je nach Marke und Zubereitung. Energy Drinks dürfen in Deutschland höchstens 32 Milligramm je 100 Milliliter enthalten. Ab 150 Milligramm pro Liter muss auf dem Etikett „Erhöhter Koffeingehalt“ stehen, mit dem Hinweis, dass das Getränk für Kinder, Schwangere und Stillende nicht empfohlen wird.
Cola ist eher ein Zuckerproblem
Eine Dose Cola hat nicht mehr Koffein als eine halbe Tasse Kaffee. Kritischer ist der Zucker: rund 35 Gramm in 330 Millilitern. Die WHO rät, weniger als zehn Prozent der Energie aus freiem Zucker zu holen, bei einem Kind mit 1.500 Kilokalorien am Tag sind das knapp 38 Gramm. Light- und Zero-Varianten haben keinen Zucker, das Koffein aber schon.