Neue Werte seit 2025
Jod braucht die Schilddrüse, um ihre Hormone zu bilden. Deutschland ist von Natur aus ein Jodmangelgebiet, die Böden enthalten wenig. 2025 hat die DGE ihre Referenzwerte überarbeitet: 150 Mikrogramm am Tag für Jugendliche und Erwachsene, 220 für Schwangere, 230 für Stillende. Vorher standen für Erwachsene in Deutschland bis zu 200 Mikrogramm in der Tabelle.
Gesunken ist damit nur die Zahl, nicht das Problem. Das BfR beobachtet seit Jahren, dass die Jodzufuhr in Deutschland zurückgeht, unter anderem weil weniger Hersteller von Brot, Wurst und Fertiggerichten Jodsalz verwenden.
| Lebensmittel | je 100 g | Portion | je Portion |
|---|---|---|---|
| Kabeljau | 224 µg | Filet, 125 g | 280 µg |
| Sardine | 79 µg | Portion, 100 g | 79 µg |
| Seelachs | 65 µg | Filet, 125 g | 81 µg |
| Hering | 49 µg | Filet, 125 g | 61 µg |
| Matjes | 40 µg | Filet, 100 g | 40 µg |
| Makrele | 24 µg | Filet, 125 g | 30 µg |
| Hühnerei | 43,5 µg | Ei, 60 g | 26 µg |
| Vollmilch | 14 µg | Glas, 200 ml | 28 µg |
| Magerquark | 17 µg | halber Becher, 125 g | 21 µg |
| Camembert | 20 µg | Stück, 30 g | 6 µg |
| Gouda | 11,8 µg | Scheibe, 30 g | 4 µg |
Wo das meiste Jod herkommt
- Jodsalz zu Hause, und zwar sparsam: mehr Salz ist wegen des Blutdrucks keine Lösung.
- Brot, Wurst und Käse, wenn der Hersteller Jodsalz verwendet. Auf der Zutatenliste steht dann „jodiertes Speisesalz“.
- Seefisch ein- bis zweimal pro Woche, Kabeljau und Seelachs liefern besonders viel.
- Milch und Milchprodukte, weil Kühe jodhaltiges Futter bekommen.
Der Rechner zählt nur, was du selbst salzt und isst. Brot und Wurst mit Jodsalz kommen dazu, lassen sich aber nicht beziffern, ohne die Zutatenliste zu kennen.