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Wie viel kostet es, ein Dach neu zu decken?

Nach dem Herbststurm liegen drei Ziegel im Vorgarten. Auf dem Dachboden zeigt ein brauner Fleck, wo es seit Jahren tropft. Der Dachdecker klopft auf die Latten und schüttelt den Kopf.

nicht die Grundfläche: Satteldach etwa Grundfläche × 1,4
m²
Preisstufe
Alte Deckung abbauen und entsorgen
Neue Lattung und Unterspannbahn
Dämmung zwischen den Sparren
Gerüst
Steuer oder Förderung
Sanierungsfahrplan (iSFP) vorhanden?

Kosten für dein Dach

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Was die Neueindeckung je Quadratmeter kostet

    Dachdecker rechnen große Aufträge nach Quadratmetern Dachfläche ab, Arbeit und Material zusammen. Am günstigsten sind Betondachsteine. Schiefer kostet ein Vielfaches, weil jede Platte einzeln genagelt wird.

    Spannen laut Trustlocal, Stand Mai 2026, ohne Gerüst und Dämmung
    Deckungnur Deckung je m²mit Abriss und Lattung, Mitte
    Betondachsteine50 bis 100 €112 €
    Tonziegel60 bis 150 €142 €
    Schiefer100 bis 250 €212 €

    Rund 60 Prozent davon sind Arbeit, so rechnet das Handwerkerportal Trustlocal in seinem Beispiel mit 150 Quadratmetern. Der Rechner teilt jede Spanne entsprechend auf. Walmdächer, Gauben und Kehlen kosten mehr, weil der Dachdecker mehr schneiden und anpassen muss.

    Abriss, Lattung, Gerüst

    Wer neu deckt, reißt meist bis auf die Sparren ab. Die alte Deckung abzubauen und zu entsorgen kostet 10 bis 15 Euro je Quadratmeter, neue Lattung mit Unterspannbahn im Beispiel 24 €. Das Gerüst für ein Einfamilienhaus rechnen Dachdecker mit 500 bis 2.000 Euro. Enthält die alte Deckung Asbest, etwa bei Wellplatten aus den Siebzigern, kommt eine Fachfirma dazu, und es wird deutlich teurer.

    Mit Dämmung: Förderung prüfen

    Liegt das Dach ohnehin offen, lohnt es, gleich zu dämmen. Zwischensparrendämmung kostet laut Portal 50 bis 80 Euro je Quadratmeter. Für die Dämmung gibt es entweder 15 Prozent BAFA-Zuschuss oder 20 Prozent Steuerermäßigung über drei Jahre nach § 35c EStG. Der Rechner setzt die Förderung vorsichtig nur auf die Dämmung an. Ob auch Teile der Neueindeckung als Umfeldmaßnahme zählen, klärt der Energieeffizienz-Experte.

    Ohne Dämmung bleibt der Handwerkerbonus: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr. Bei einem ganzen Dach ist die Grenze schnell erreicht. Verteilt sich der Auftrag über den Jahreswechsel, zählt für jede Rechnung das Jahr, in dem du sie bezahlst.

    Warum die Preise gerade steigen

    Dachdeckungsarbeiten kosteten im Mai 2026 laut Statistischem Bundesamt 7,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Bau insgesamt legte um 5 Prozent zu. Angebote vom Frühjahr sind im Herbst oft nicht mehr zu halten, frag nach der Bindefrist.

    Häufige Fragen

    Was kostet ein neues Dach pro Quadratmeter?

    Handwerkerportale nennen für die Neueindeckung mit Betondachsteinen 50 bis 100 Euro je Quadratmeter, mit Tonziegeln 60 bis 150 Euro und mit Schiefer 100 bis 250 Euro. Abriss der alten Deckung, neue Lattung, Dämmung und Gerüst kommen dazu.

    Was kostet eine Dachsanierung beim Einfamilienhaus?

    Mit Betondachsteinen, Abriss, neuer Lattung und Gerüst kommt ein Dach mit 150 Quadratmetern in der mittleren Preisstufe auf rund 18.000 Euro. Mit Dämmung zwischen den Sparren sind es rund 27.700 Euro.

    Gibt es Förderung für ein neues Dach?

    Für die reine Neueindeckung nicht. Wird das Dach dabei gedämmt, zahlt das BAFA 15 Prozent Zuschuss auf die Dämmung, alternativ gibt es 20 Prozent Steuerermäßigung nach § 35c EStG. Für die Arbeitskosten ohne Förderung gilt der Handwerkerbonus.

    Warum sind Dachdecker so teuer geworden?

    Laut Statistischem Bundesamt kosteten Dachdeckungsarbeiten im Mai 2026 7,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, deutlich mehr als der Bau insgesamt. Der Bau insgesamt wurde im selben Zeitraum um 5 Prozent teurer.