Was ein Fenster mit Einbau kostet
Der Verband Fenster und Fassade hat ausgerechnet, was ein dreifach verglastes Standardfenster mit 1,30 mal 1,30 Metern kostet, eingebaut und mit Entsorgung des alten. In Kunststoff sind es ab 598 €, in Holz ab 835 € und in Holz-Aluminium ab 960 €. Aluminium liegt bei gut 1.150 Euro. Handwerkerportale nennen aus ihren Anfragen etwas niedrigere Werte.
| Rahmen | je Fenster (VFF) | je m² | Portal-Schnitt |
|---|---|---|---|
| Kunststoff | 598 € | 354 € | 475 € |
| Holz | 835 € | 494 € | 650 € |
| Holz-Aluminium | 960 € | 568 € | 800 € |
Der Rechner rechnet den Preis je Quadratmeter auf deine Fenstergröße um. Kleine Fenster kosten dabei in Wahrheit je Quadratmeter mehr, weil Rahmen und Montage gleich bleiben. Bodentiefe Fenster, Balkontüren und Hebe-Schiebe-Türen rechnen Fensterbauer einzeln, eine Hebe-Schiebe-Tür kostet schnell mehrere tausend Euro.
Einbau und was oft fehlt
Der Einbau macht rund 30 Prozent des Preises aus, 150 bis 350 Euro je Fenster. Nicht in jedem Angebot stecken die Arbeiten drumherum:
- Laibung innen und außen verputzen: 150 bis 500 Euro je Fenster
- Montage nach RAL-Leitfaden mit Dichtbändern: 100 bis 160 Euro Mehraufwand je Fenster
- Gerüst für das Obergeschoss: 500 bis 1.500 Euro
- Aufsatzrollladen: 200 bis 400 Euro je Fenster
BAFA-Zuschuss oder Steuer
Für neue Fenster im Bestand gibt es drei Wege, und du musst dich für einen entscheiden. Der BAFA-Zuschuss nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude beträgt 15 Prozent, gefördert werden bis 30.000 € Kosten für die erste Wohnung. Seit Juli 2026 gibt es den Bonus von 5 Prozent für einen Sanierungsfahrplan im Einfamilienhaus erst ab 30.000 € Investition. Du brauchst einen Energieeffizienz-Experten, und der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt sein.
Ohne Antrag geht § 35c EStG: 20 Prozent der gesamten Rechnung über drei Jahre, bis zu 8.000 € Steuerermäßigung. Das gilt für selbst genutzte Häuser, die älter als zehn Jahre sind. Der Handwerkerbonus nach § 35a bringt 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr, und passt eher zu kleinen Aufträgen oder Mietwohnungen.
Dreifach oder zweifach?
Das Gebäudeenergiegesetz verlangt beim Austausch einen Uw-Wert von höchstens 1,3. Für die Förderung müssen es 0,95 sein, das heißt praktisch Dreifachglas. In einem ungedämmten Altbau kann das neue Fenster aber besser dämmen als die Wand daneben. Dann schlägt sich Feuchtigkeit an der kalten Wand nieder, lüfte also öfter oder lass dich vorher beraten.