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Wie viel Grundsteuer zahle ich?

Im Briefkasten liegt ein Umschlag vom Rathaus. Grundsteuerbescheid, darunter eine Zahl, die dir höher vorkommt als früher. Und du fragst dich, ob das stimmt.

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aus dem Grundsteuerwertbescheid
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Sachsen und Saarland haben eigene Messzahlen, sie stehen im Messbescheid
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etwa ein Büro oder Laden
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aus BORIS-BW, Stand 1.1.2022
€/m²
Überwiegend Wohnen?
Median aller Gemeinden: 395 %
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Grundsteuer im Jahr

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Drei Schritte bis zur Steuer

    Seit 2025 gilt die neue Grundsteuer. Das Finanzamt bewertet das Grundstück und stellt einen Grundsteuerwert fest, außer in Ländern mit reinem Flächenmodell. Daraus wird mit der Messzahl der Messbetrag. Die Gemeinde multipliziert diesen Messbetrag mit ihrem Hebesatz, und das ist deine Grundsteuer.

    Im Bundesmodell, das elf Länder nutzen, fließen Bodenrichtwert, Wohnfläche, Baujahr und eine pauschale Miete in den Grundsteuerwert ein. Für Wohngrundstücke gilt dann eine Messzahl von 0,31 Promille. Nachrechnen lässt sich der Wert kaum ohne die Tabellen des Bewertungsgesetzes, er steht aber im Bescheid.

    Bayern und Baden-Württemberg

    Bayern rechnet nur mit Flächen: 0,04 Euro je Quadratmeter Grundstück und 0,5 Euro je Quadratmeter Gebäudefläche. Für Wohnflächen zählt davon nur 70 Prozent. Grundstücksfläche über dem Zehnfachen der Wohnfläche geht nur zur Hälfte ein.

    Baden-Württemberg besteuert nur den Boden. Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert ergibt den Grundsteuerwert, darauf gilt eine Messzahl von 1,3 Promille, bei überwiegender Wohnnutzung 30 Prozent weniger. Das Haus darauf spielt keine Rolle, große Grundstücke in teuren Lagen zahlen deshalb viel.

    Hamburg, Hessen und Niedersachsen haben eigene Flächen-Lage-Modelle. Dort nimmst du im Rechner einfach den Messbetrag aus dem Bescheid.

    Wie Mieter die Grundsteuer zahlen

    Vermieter dürfen die Grundsteuer über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen, üblich nach Wohnfläche. Im Betriebskostenspiegel des Mieterbunds macht sie im Schnitt 0,18 Euro je Quadratmeter und Monat aus. Ist sie nach der Reform gestiegen, steigt auch deine Nebenkostenvorauszahlung.

    Häufige Fragen

    Wie berechnet man die Grundsteuer?

    Die Grundsteuer ist der Grundsteuermessbetrag aus dem Bescheid des Finanzamts mal dem Hebesatz der Gemeinde. Bei einem Messbetrag von 80 Euro und einem Hebesatz von 400 Prozent sind es 320 Euro im Jahr.

    Wo finde ich meinen Grundsteuermessbetrag?

    Im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts, den Eigentümer seit 2023 bekommen haben. Er steht auch im Grundsteuerbescheid der Gemeinde, gleich neben dem Hebesatz.

    Wie hoch ist der Hebesatz für die Grundsteuer?

    Das legt jede Gemeinde selbst fest. Nach Daten des Statistischen Bundesamts lag der mittlere Hebesatz der Grundsteuer B Mitte 2025 bei 395 Prozent, in einzelnen Städten aber deutlich darüber.

    Wann ist die Grundsteuer fällig?

    In der Regel in vier Raten zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Viele Gemeinden erlauben auf Antrag auch eine Jahreszahlung zum 1. Juli.

    Warum rechnet Bayern anders als andere Länder?

    Bayern hat ein eigenes Flächenmodell eingeführt. Dort zählen nur Grundstücks- und Wohnfläche mit festen Beträgen je Quadratmeter, der Wert des Grundstücks spielt keine Rolle.