Woraus sich das Hausgeld zusammensetzt
Das Hausgeld ist der monatliche Vorschuss jedes Eigentümers an die Gemeinschaft. Die Höhe legt der Wirtschaftsplan fest, den die Eigentümerversammlung beschließt. Es hat drei große Teile.
- Betriebskosten: Wasser, Abwasser, Müll, Gebäudeversicherung, Hausreinigung, Allgemeinstrom, oft Heizung und Warmwasser.
- Verwaltung: Der WEG-Verwalter kostete 2025 laut VDIV im Schnitt 29,12 € je Wohnung und Monat, plus Umsatzsteuer. Dazu kommen Kontoführung und kleine Posten.
- Erhaltungsrücklage: das Polster für Dach, Fassade und Heizung.
Grundsteuer steht nicht im Hausgeld. Sie kommt mit eigenem Bescheid von der Gemeinde. Die Grundsteuer, deine eigene Versicherung und Reparaturen in der Wohnung musst du zum Hausgeld dazurechnen.
Wann ein niedriges Hausgeld teuer wird
Ein niedriges Hausgeld sieht im Exposé gut aus. Oft steckt dahinter eine zu kleine Rücklage. Steht dann eine Sanierung an, kommt die Sonderumlage. Frag deshalb nach dem Stand der Rücklage und den Protokollen der letzten Versammlungen.
Ein hohes Hausgeld muss umgekehrt kein schlechtes Zeichen sein. Es kann bedeuten, dass die Gemeinschaft vorsorgt oder eine Sanierung schon anspart. Klarheit bringt der Wirtschaftsplan.
Umlagefähig oder nicht
Wer vermietet, kann nur die Betriebskosten nach der Betriebskostenverordnung auf den Mieter umlegen. Das sind oft 60 bis 70 Prozent des Hausgelds. Verwaltung, Kontoführung, Instandhaltung und Rücklage bleiben beim Eigentümer. Der Rechner zeigt den umlegbaren Teil gesondert.
Die Betriebskosten im Rechner stammen aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds für das Abrechnungsjahr 2024. Regional weichen sie stark ab: Grundsteuer, Wasser und Müll kosten in manchen Städten das Doppelte.