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Wie viel Instandhaltungsrücklage braucht eine Wohnung?

Eigentümerversammlung im Gemeindesaal, Kaffee aus Thermoskannen. Tagesordnungspunkt 7: Das Dach ist undicht, Kosten 180.000 Euro. Die Rücklage liegt bei 60.000. Plötzlich hören alle zu.

m²
Aufzug im Haus?
für die Peterssche Formel, heutige Baukosten
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optional, steht im Wirtschaftsplan
€ im Monat

Rücklage im Monat

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    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026, September 2026. Werte und Quellen

    Die Pauschalen der II. Berechnungsverordnung

    Das Wohnungseigentumsgesetz verlangt eine „angemessene“ Erhaltungsrücklage, nennt aber keine Zahl. Verwalter und Gerichte orientieren sich deshalb oft an § 28 der II. Berechnungsverordnung. Eigentlich gilt sie für Sozialwohnungen, ihre Pauschalen passen aber auch als Untergrenze für Eigentumswohnungen. Seit 1. Januar 2026 liegen sie je nach Alter des Hauses zwischen 11,50 € und 18,62 € je Quadratmeter und Jahr.

    Instandhaltungspauschalen nach § 28 II. BV ab 01.01.2026
    Bezugsfertig seitje m² und Jahrje m² und Monat75 m² im Monat
    weniger als 22 Jahre11,50 €0,96 €72 €
    22 bis 31 Jahre14,58 €1,22 €91 €
    32 Jahre und älter18,62 €1,55 €116 €
    Zuschlag Aufzug1,63 €0,14 €10 €

    Die Beträge steigen alle drei Jahre mit dem Verbraucherpreisindex, zuletzt um 8,37 Prozent. Die nächste Anpassung kommt zum 1. Januar 2029.

    Die Peterssche Formel

    Die Formel geht davon aus, dass in 80 Jahren das Anderthalbfache der Baukosten für Erhaltung anfällt. Davon trägt die Gemeinschaft etwa 65 bis 70 Prozent. Bei heutigen Baukosten von rund 2.810 € je Quadratmeter ergibt das 36,88 € je Quadratmeter und Jahr.

    Das ist deutlich mehr als die Pauschale. Beide Werte zusammen geben eine Spanne. Ein Haus mit neuem Dach und neuer Heizung kommt mit der Untergrenze aus, ein Altbau mit Sanierungsstau braucht eher den oberen Wert.

    Wenn die Rücklage zu klein ist

    Viele Gemeinschaften halten das Hausgeld niedrig, weil niemand mehr zahlen will. Das rächt sich, wenn Dach, Fassade oder Heizung fällig werden. Dann gibt es eine Sonderumlage, und jeder Eigentümer muss seinen Anteil auf einmal aufbringen. Wer eine Wohnung kauft, sollte deshalb nach der Höhe der Rücklage und nach geplanten Maßnahmen fragen, bevor er unterschreibt.

    Häufige Fragen

    Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage pro Quadratmeter sein?

    Einen Anhalt geben die Pauschalen der II. Berechnungsverordnung. Seit 2026 sind es 11,50 Euro je Quadratmeter und Jahr für Häuser unter 22 Jahren, 14,58 Euro ab 22 Jahren und 18,62 Euro ab 32 Jahren, mit Aufzug 1,63 Euro mehr.

    Was ist die Peterssche Formel?

    Die Peterssche Formel schätzt den jährlichen Bedarf aus den Herstellungskosten: Baukosten je Quadratmeter mal 1,5, geteilt durch 80 Jahre. Davon entfallen etwa 65 bis 70 Prozent auf das Gemeinschaftseigentum. Sie ergibt meist mehr als die Pauschalen der II. BV.

    Was passiert, wenn die Rücklage nicht reicht?

    Dann beschließt die Eigentümerversammlung eine Sonderumlage. Jeder Eigentümer zahlt nach seinem Miteigentumsanteil, bei einer Dachsanierung oft mehrere tausend Euro auf einmal.

    Kann ein Vermieter die Instandhaltungsrücklage auf den Mieter umlegen?

    Nein. Die Rücklage gehört zu den Kosten des Eigentümers und ist nicht als Betriebskosten umlagefähig. Vermieter können sie aber erst dann steuerlich absetzen, wenn das Geld für eine Reparatur ausgegeben wird.