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Wie viel Wert verliert eine Einbauküche pro Jahr?

Der Umzugskarton mit den Tellern ist schon gepackt, die Küche bleibt. Der Nachmieter fragt, was du dafür haben willst. Vor sechs Jahren hat sie 12.000 Euro gekostet, sie sieht noch gut aus.

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steuerlich 10 Jahre, eine gepflegte Küche hält oft 15 und mehr
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Zeitwert heute

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Zehn Jahre für das Finanzamt

    Wer eine Wohnung mit Küche vermietet, schreibt sie über 10 Jahre ab. So hat es der Bundesfinanzhof 2016 entschieden (IX R 14/15), und zwar für die Küche als Ganzes: Möbel, Spüle, Herd und Geräte zusammen. Jedes Jahr ist ein Zehntel des Kaufpreises weg. Diese lineare Rechnung ist auch außerhalb der Steuer die übliche Grundlage für den Zeitwert.

    Eine hochwertige Küche hält deutlich länger. Fronten aus Lack oder Glas, solide Korpusse und gute Beschläge schaffen 15 bis 25 Jahre. Dann darfst du im Rechner eine längere Nutzungsdauer ansetzen, der Wertverlust pro Jahr sinkt entsprechend.

    Ablöse vom Nachmieter

    Für die Ablöse gilt, was ihr vereinbart. Der Zeitwert ist ein faires Angebot, das der Nachmieter nachvollziehen kann. Geräte altern schneller als Schränke, ein zwölf Jahre alter Kühlschrank ist kaum noch etwas wert, auch wenn er läuft.

    Verlangt der Vormieter viel mehr, ist Vorsicht angebracht. Steht die Ablöse in einem auffälligen Missverhältnis zum Wert, ist die Vereinbarung insoweit unwirksam (§ 4a Wohnungsvermittlungsgesetz), in der Regel gilt das ab etwa 50 Prozent über dem Zeitwert.

    Mietzuschlag für die Küche

    Vermieter dürfen für eine mitvermietete Küche mehr Miete verlangen. Berliner Gerichte rechnen dafür 2 Prozent des Zeitwerts im Monat. Bei einer neuen Küche für 8.000 Euro wären das 160 Euro, nach fünf Jahren nur noch die Hälfte.

    Viele Mietspiegel zählen die Einbauküche schon als Ausstattungsmerkmal, das die Vergleichsmiete erhöht. Dann ist sie mit der Grundmiete bezahlt. Ein zusätzlicher Zuschlag wäre doppelt gerechnet.

    Häufige Fragen

    Wie lange wird eine Einbauküche abgeschrieben?

    Vermieter schreiben eine Einbauküche nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs von 2016 als Ganzes über 10 Jahre ab, jedes Jahr also ein Zehntel des Kaufpreises. Spüle und Herd gehören seitdem mit dazu.

    Wie viel ist eine zehn Jahre alte Küche noch wert?

    Rechnerisch nach der steuerlichen Abschreibung nichts mehr. Eine gepflegte Küche hält aber meist 15 bis 25 Jahre, sodass sie beim Verkauf oder als Ablöse oft noch einen Gebrauchtwert hat, den Käufer und Verkäufer frei aushandeln.

    Wie viel Miete darf ein Vermieter für eine Einbauküche verlangen?

    Eine feste gesetzliche Grenze gibt es nicht. Berliner Gerichte halten einen Zuschlag von 2 Prozent des Zeitwerts im Monat für vertretbar. Zählt der Mietspiegel die Küche schon als wohnwerterhöhendes Merkmal, darf sie nicht noch einmal extra berechnet werden.

    Was zahlt ein Nachmieter für die Küche?

    So viel, wie beide vereinbaren. Eine Orientierung ist der Zeitwert, also der Neupreis minus Abschreibung für die Jahre der Nutzung. Ein Vormieter darf keine Ablöse verlangen, die in einem auffälligen Missverhältnis zum Wert steht.